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Pressemitteilung 424-2019: „Ich wollte einfach immer helfen“


Kreisbrandmeister Thomas Hofmann muss Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen – Neustrukturierungen in der Kreisbrandinspektion – Kreisbrandmeister Petterich wird hauptamtlicher Atemschutzgerätewart
 

LICHTENFELS (11.12.2019). „Die Feuerwehr - das war mein Leben. Ich wollte einfach immer helfen“ – Kreisbrandmeister Thomas Hofmann fiel es nicht leicht, sein Amt niederzulegen. Auch Landrat Christian Meißner, Kreisbrandrat Timm Vogler sowie Sachgebietsleiter Achim Liesaus waren sichtlich bewegt, als sie den verdienten Feuerwehrmann vor kurzem aus dem aktiven Dienst verabschiedeten. Hofmann – dienstältester Kreisbrandmeister und in Lichtenfels auch bekannt als „Bips“ - hatte sich krankheitsbedingt zu diesem Schritt entschlossen. 

Ein Einschnitt bei der Kreisbrandinspektion und mit diesem gab es noch eine Reihe weiterer personeller Veränderungen: Verabschiedet wurde auch Kreisbrandmeister Thomas Petterich, der ab 1. Januar 2020 in Vollzeit als hauptamtlicher Atemschutzgerätewart in der Atemschutzwerkstatt in Burgkunstadt für den Landkreis tätig sein wird, wie Kreisbrandrat Timm Vogler erläuterte. 

Die Aufgabe des Leiters der zentralen Atemschutzwerkstatt und der Atemschutzübungsanlage in Burgkunstadt übernimmt zum 1. Januar 2020 der bisherige für den Bereich Modulare Truppmannausbildung (MTA) zuständige Kreisbrandmeister Klaus Meusel. Darüber hinaus ist er Leiter der Aus- und Fortbildung im Landkreis Lichtenfels für die Atemschutzgeräteträger und für die Träger von Chemiekalienschutzanzügen. Ferner koordiniert er die Schulungen im Umgang mit der Wärmebildkamera. 

Ebenfalls zum 1. Januar 2020 übernimmt der bisherige für den Bereich „Leiter der zentralen Aus- und Fortbildung der Feuerwehren“ zuständige Kreisbrandmeister Lutz Schneider zusätzlich die Aufgabe des Leiters der MTA im Landkreis Lichtenfels. Den Bereich von Thomas Hofmann (Kreisbrandmeister für das Stadtgebiet Lichtenfels) hat Alexander Klose übernommen. Seine Zuständigkeit wiederum geht auf Sebastian Dorsch über, der von Kreisbrandrat Vogler zum 1. Dezember 2019 zum Kreisbrandmeister ernannt wurde. Die Kreisbrandinspektion Lichtenfels besteht zukünftig aus 19 Mitgliedern, aufgeteilt auf drei Kreisbrandinspektoren, sechs Gebiets-Kreisbrandmeister und neun Fach-Kreisbrandmeister, ließ Kreisbrandrat Timm Vogler wissen. 

„Tragende Säulen“
Landrat Christian Meißner nannte Thomas Hofmann und Thomas Petterich in seiner Rede nicht nur vorbildliche Feuerwehrkameraden, sondern tragende Säulen der Kreisbrandinspektion. Kreisbrandmeister Thomas Hofmann war seit 24 Jahren in der Kreisbrandinspektion. Bei Wettkämpfen in ganz Oberfranken leistete er Pionierarbeit und habe somit einen Meilenstein im Feuerwehrwesen gesetzt, sagte der Landrat. Kreisbrandmeister Thomas Petterich sei anerkannter Fachmann für Atemschutz und Messtechnik und steht den Wehren ab Januar 2020 in neuer Funktion als kompetenter Ansprechpartner als hauptamtlicher Atemschutzgerätewart des Landkreises zur Verfügung.

Die hauptamtliche Stelle sei geschaffen worden, um die ehrenamtlich im Bereich Atemschutz tätigen Feuerwehrleute zu entlasten. Denn den Feuerwehren würden zunehmend mehr Aufgaben übertragen, stellte der Landrat fest. Unterm Strich werde durch die Umverlagerung von Aufgaben zum 1. Januar 2020 eine Kreisbrandmeisterstelle wegfallen. Wie Kreisbrandrat Timm Vogler, so dankte auch Landrat Christian Meißner den Feuerwehrmännern für ihre hervorragende Arbeit.

Sachgebietsleiter Achim Liesaus zeigte die Werdegänge der beiden scheidenden Kreisbrandmeister in seinen Laudationes nochmals im Detail auf. Thomas Hofmann habe sich in den dreieinhalb Jahrzehnten seit seinem Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Lichtenfels am 1. Januar 1985 im aktiven Feuerwehrdienst weit über das normale Maß hinaus engagiert und verdient gemacht. Er wurde 1993 zum Löschmeister ernannt und zum 1. Januar 1985 zum Kreisbrandmeister für das Gebiet der Stadt Lichtenfels bestellt, den größten Kreisbrandmeisterbezirk. Dieses verantwortungsvolle Amt hatte er 24 Jahre lang, bis zu seinem Ausscheiden am 30.September 2019 inne. 

Sachkundig und umsichtig gehandelt
Er habe die gesamte Bandbreite an Führungslehrgängen und Fortbildungsveranstaltungen im Bereich des Feuerwehrwesens an den Staatlichen Feuerwehrschulen besucht, sämtliche Stufen der Leistungsprüfungen „Die Gruppe im Löscheinsatz“ und „Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“ erfolgreich absolviert. Hofmann habe etliche Teilnehmer der Feuerwehr-Grundausbildung auf Standortebene mit geschult und im Jahre 1995 auch die wichtige Aufgabe des Schiedsrichters bei Leistungsprüfungen für den gesamten Landkreis mit übernommen. Bei allen Einsätzen habe er durch sachkundiges und umsichtiges Handeln überzeugt, stellte der Sachgebietsleiter fest. 

In der Zeit seines Wirkens habe sich die technische Ausstattung im gesamten Feuerwehrbereich massiv verändert, das Aufgabenprofil für die Feuerwehren sei stets größer und anspruchsvoller geworden. Als Führungskraft sei Hofmann aktiv an der Umsetzung beteiligt gewesen. Er habe bei der Erstellung der Einsatzmittelketten für die Umstellung der Feuerwehralarmierung im Zuge der Neueinrichtung der Integrierten Leitstelle Coburg wesentlich mitgewirkt. Ferner war er Leiter der Dispogruppe „Führung Autobahn A73 und die vierspurigen Bundesstraßen B173 und B289“. Hofmann engagierte sich sehr im Bezirksfeuerwehrverband Oberfranken und war treibende Kraft bei der Einführung des Leistungsmarsches der Feuerwehren in Oberfranken, der sich inzwischen auf die drei fränkischen Regierungsbezirke ausgeweitet hat, stellte Achim Liesaus heraus. 

Für seine herausragenden Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, so 2015 mit dem bayerischen Steckkreuz des Feuerwehr-Ehrenzeichens und im Juni 2018 mit dem bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes in Gold verliehen.

Am 6. Februar 1997 trat Thomas Petterich als aktives Mitglied in die Freiwillige Feuerwehr Burgkunstadt ein. Im Februar 2008 wurde er zum Löschmeister ernannt, im März 2012 zum Fachkreisbrandmeister für Atemschutz bestellt. Er lehrte zahlreiche Feuerwehrleute den Umgang mit der Wärmebildkamera und bildete unzählige Kameraden im Brandübungscontainer aus. Er absolvierte die Lehrgänge „Die Gruppe im Löscheinsatz“ und „technische Hilfeleistung“, als Atemschutzgerätewart sowie zur Wartung und Instandhaltung von tragbaren Gasmessgeräten, zeigte Achim Liesaus auf. 

Sebastian Dorsch neuer Kreisbrandmeister
Der 27 Jahre junge neue Kreisbrandmeister Sebastian Dorsch stammt aus Unterneuses und trat am 28. April 2004 in die dortige Feuerwehr ein. Seit 18. März 2017 ist er Kommandant der Wehr und besuchte die Lehrgänge Truppmannausbildung, Maschinist, Gruppenführer, Atemschutzgeräteträger, Leiter einer Feuerwehr, Drehleitermaschinist und Zugführer. 

424 - 2019_12_12_PM Personelle Änderungen KBI - Verabschiedung

Engagierte sich in dreieinhalb Jahrzehnten weit über das normale Maß und prägte das Feuerwehrwesen maßgeblich mit: Kreisbrandmeister Thomas Hofmann legte sein Amt zum 30. September 2019 aus gesundheitlichen Gründen nieder. Für seine herausragenden Verdienste dankten ihm Landrat Christian Meißner (vorne, 2. v. re.), Leiterin der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Gesundheit und Veterinärwesen am Landratsamt, Oberregierungsrätin Kristin Grosch (re.), Sachgebietsleiter Achim Liesaus (hinten li.), Sachbearbeiter Feuerwehrwesen Thomas Geuß (hinten re.) sowie Kreisbrandrat Timm Vogler (vorne li.) sowie die Kreisbrandinspektoren Hermann Schubert, Siegfried Hammrich und Thilo Kraus. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

424 - 2019_12_12_PM Personelle Änderungen KBI - neue KBI

Die neu strukturierte Kreisbrandinspektion: 
(vorne von links) Kreisbrandrat Timm Vogler, die Kreisbrandmeister Lutz Schneider, Alexander Klose, Sebastian Dorsch und Klaus Meusel sowie Landrat Christian Meißner; (hinten von links) Sachgebietsleiter Achim Liesaus, die Kreisbrandinspektoren Thilo Kraus, Hermann Schubert und Siegfried Hammrich, die Leiterin der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Gesundheit und Veterinärwesen am Landratsamt, Oberregierungsrätin Kristin Grosch, sowie der Sachbearbeiter Feuerwehrwesen Thomas Geuß (hinten re.). Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

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