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Pressemitteilung 210-2019: Altenbanz überzeugt die Jury auf Kreisebene


Sieger im Kreisentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ – Burkheim gewinnt beim Blumenschmuck-Wettbewerb

LICHTENFELS (19.06.2019). Aus dem Kreisentscheid im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden“ geht heuer Altenbanz als Sieger hervor. 11 Dörfer beteiligten sich an der 27. Runde des staatlichen Wettbewerbes. Die Plätze zwei und drei belegen Lahm und Seubersdorf. Die Jury unter der Leitung von Kreisfachberater Michael Stromer besuchte am Montag und Dienstag dieser Woche die Dörfer und am Ende fiel die Entscheidung denkbar knapp aus. Altenbanz hat als Kreissieger nun die Möglichkeit, im nächsten Jahr am Bezirksentscheid in Oberfranken teilzunehmen.

„Es ist enorm, was die Bürgerinnen und Bürger vor Ort leisten und mit wie viel Herzblut und Engagement sie sich für ihre Heimat und die Verschönerung ihrer Dörfer einsetzen. Das ist bei diesem Wettbewerb wieder einmal sehr deutlich geworden“, betont Landrat Christian Meißner, der 1. Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege ist. Nach den Begehungen zeigte er sich mit der Jury sehr erfreut über die Präsentation aller teilnehmenden Orte. Die örtlichen Gartenbauvereine sorgten mit ihrem Einsatz für das anhaltend hohe Level der Gestaltung und der Attraktivität in den Dörfern. „Dafür gilt ihnen höchstes Lob und herzlicher Dank“, so Meißner.

In allen teilnehmenden Ortschaften hatten es die Vorsitzenden der Gartenbauvereine übernommen, ihr Dorf vorzustellen und der Jury die Entwicklungen der vergangenen Jahre zu zu erläutern. In Altenbanz übernahm Jürgen Hagel diese Aufgabe. Aufgrund der ICE-Baustelle und der anschließenden Kanal- und Straßensanierung hatte die Ortschaft die vergangenen Runden nicht am Wettbewerb teilgenommen.

Wohlüberlegte Entscheidungen innerhalb der Dorfgemeinschaft und eine große Einsatzbereitschaft bei der Umsetzung führten zu sehr guten, auf den ersten Blick machmal gar nicht so auffälligen Lösungen, befand die Jury nach dem Rundgang. Das gelte beispielsweise für die Jahre zurückliegende Positionierung des Festplatzes genauso wie für die Neugestaltung der Ortsstraße, des Kirchumfeldes und des „Planes“. Auch die neue Wohnbebauung am Ortsrand fügt sich harmonisch ein und ermöglicht jungen Familien einen Verbleib in Altenbanz.

Das Lichtenfelser Jura-Dorf Lahm überraschte die Jury mit einer großen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und vor allem auch der Kinder. Das kommt nicht von ungefähr, bildet doch gerade die Kinder- und Jugendgruppe des Gartenbauvereins eine starke Gruppe mit vielen Aktionen zum Wohl der Dorfgemeinschaft. So war auch ein Anlaufpunkt beim Dorfrundgang das vor gut einem Monat gestaltete „Herz für Bienen“, bei dem die Kinder ein mit einem kleinen Weidenzaun eingefasstes Beet mit einer Blühmischung angelegt haben.

Auch in Privatgärten wurde in Lahm jüngst viel investiert und angebaut, aufgestockt und mit neuer Nutzung versehen, was von der hohen Verbundenheit der Einwohnerinnen und Einwohner zu ihrer Ortschaft zeugt. Gleiches gilt auch für Seubersdorf. Arbeitsschwerpunkt der vergangenen Jahre war dort das neue Feuerwehrhaus mit Maschinenhalle und Außenanlagen. In Seubersdorf imponierte der Jury vor allem die dorfgemäße Gestaltung der Höfe und des Kirchenumfeldes, die Akzeptanz von großen Bäumen, Sträuchern und Kletterpflanzen an Scheunen und Wohnhäusern und die gelungene Maßstäblichkeit der Neubauten.


Blumenschmuck-Wettbewerb des Kreisverbandes

Parallel zum staatlichen Dorfwettbewerb hatte der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege auch einen Blumenschmuck-Wettbewerb gestartet, an dem sich neun Dörfer beteiligten. Auch hier lagen die Bewertungsergebnisse der Jury nahe beieinander. Schließlich machte der Altenkunstadter Ortsteil Burkheim das Rennen, gefolgt von Görau und wiederum Seubersdorf.

Burkheim, das sich seit seiner Goldmedaille auf Bundesebene 1998 nicht mehr am Hauptwettbewerb beteiligt, lässt hinsichtlich der passenden Pflanzenauswahl, des Pflegezustandes, der Vielfalt und des Engagement des Gartenbauvereins für den Blumenschmuck im Ort kaum Wünsche offen, so das Urteil der Jury. Die Pfingst- und Strauchrosen an der Kirche und an der Hauptstraße, die dorfgemäße und artenreiche Vorgartenbepflanzung auch in den neueren Siedlungsbereichen und die schmucken Sommerblumen an Geländern und auf Fensterbänken machen Burkheim als Golddorf alle Ehre.

Was die schiere Anzahl von Kübel-, Fenster- und Balkonpflanzen angeht, wird allerdings selbst Burkheim noch von Görau übertroffen. Dort beteiligen sich sehr viele Haushalte an der jährlichen Sammelbestellung für Sommerblumen, was das Jura-Dorf in eine einzige große Terrasse verwandelt und von Heimischen und Wanderern gleichermaßen genossen wird. In Seubersdorf gefielen der Jury vor allem die naturnahen Bereiche in vielen Gärten und Zwischenflächen und das sehr gepflegte große Blumenbeet an der Kirche.

Die Jury setzte sich zusammen aus: Kreisheimatpflegerin Andrea Göldner, Berthold Girschke von der Unteren Denkmalpflegebehörde, Kreisbäuerin Marion Warmuth, Christine Reininger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Maria Püls vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Lichtenfels und Gerd Fischer, Vorsitzender der Weismainer Garten- und Blumenfreunde.

 

210 - 2019_06_19 PM Kreisentscheid Dorfwettbewerb Altenbanz

Jürgen Hagel begrüßte zusammen mit einigen Bürgern die Delegation am Alten Schulhaus in Altenbanz. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Michael Stromer

 

210 - 2019_06_19 PM Wettbewerb Blumenschmuck

Dieser Rittersporn ziert einen der vielen artenreichen Privatgärten in Burkheim.
Foto: Landratsamt Lichtenfels/Michael Stromer

 

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