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Pressemitteilung 316: Katastrophenfall bei Rießner-Gase wird geübt


Nach der ICE-Tunnelübung im September 2017 wurde erneut im Rahmen einer Stabsrahmenübung der Katastrophenfall im Landkreis geübt. Grundlage für das Szenario war der externe Notfallplan der Firma Rießner-Gase.

Lichtenfels. Am 16.10.2018 fand in der Zeit von 9 bis 16 Uhr eine Katastrophenschutzübung statt. Im Gegensatz zur Tunnelübung im Jahr 2017 übten aber diesmal ausschließlich die Einsatzstäbe.

Nach der ICE-Tunnelübung im September 2017 wurde erneut – diesmal im Rahmen einer sog. Stabsrahmenübung – der Katastrophenfall im Landkreis geübt. Grundlage für das Szenario war der externe Notfallplan der Firma Rießner-Gase. Diese ist aufgrund der Lagermengen verschiedenster Gase als sogenannter Störfallbetrieb der oberen Schadensklasse einzuordnen. In Oberfranken gibt es insgesamt sieben Betriebe dieser Einstufung, zwei davon liegen im Landkreis Lichtenfels (Firma Rießner-Gase, Firma
Veenendaal). Ausgerichtet wurde die Übung von der Staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried. Achim Liesaus, der zuständige Sachgebietsleiter am Landratsamt hat in enger Abstimmung mit der Feuerwehrschule den Übungstag intensiv und detailliert vorbereitet, so dass die Übung reibungslos ablaufen konnte.

Die Landesfeuerwehrschule gab das Szenario vor, welches von den Stäben zu bewältigen war: „Ein mit Propangas beladener LKW fängt auf dem Betriebsgelände Feuer, dieses greift auf ein Betriebsgebäude über, Gasflaschen drohen zu explodieren.“ Es dauert nicht lange und aus dem - zunächst als sogenanntes großes Schadensereignis bezeichnete Geschehen - wird der Katastrophenfall. Alle Unternehmen und Anwohner im Radius von circa 1 Kilometer um die Firma Rießner-Gase müssen evakuiert werden. Ein solches Szenario gilt es erst einmal zu bewältigen. Neben der Brandbekämpfung und dem Verhindern einer Explosion sind mehr als 1.000 Personen in diesem Umkreis mit Wohnsitz gemeldet, die diese Räumung betrifft.

So übten die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes Lichtenfels gemeinsam mit der Örtlichen Einsatzleitung mit Unterstützungsgruppe, der Sanitätseinsatzleitung mit Unterstützungsgruppe und der Feuerwehreinsatzleitung - aufbauend auf den Erkenntnissen der ICE-Tunnelübung im letzten Jahr. Insgesamt waren 86 Personen in den Stäben und in der Übungsleitung im Einsatz. Thilo Kraus durfte sich erstmals nach dem erfolgreichen Abschluss der Prüfung an der Staatlichen Feuerwehrschule als Örtlichen Einsatzleiter behaupten – die „Feuertaufe“ hat er mit Bravur bestanden.

„Nichts ist so gut, als dass es nicht noch verbessert werden könnte“, stellte Landrat Meißner im Rahmen der Katastrophenschutzübung im Landkreis Lichtenfels fest. „Ziel der Übung ist es auch, an Verbesserungen zu arbeiten und Abläufe zu optimieren. Immer in der Hoffnung, dass der Ernstfall nie eintritt.“, so der Landrat.

Beurteilt wird die Übung letztlich auch von der Feuerwehrschule Geretsried, die mit Beobachtern die Arbeit in den einzelnen Stäben kritisch verfolgte. „Wir sind dankbar dafür, dass wir unter professioneller Leitung der Feuerwehrschule üben durften. Wir nehmen Kritik und Ratschläge gerne an und versuchen diese in den Stäben bestmöglich umzusetzen“, sagte Kristin Grosch, die Leiterin der Führungsgruppe Katastrophenschutz in der Abschlussbesprechung im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes Lichtenfels.

Landrat Christian Meißner als Leiter der Katastrophenschutzbehörde freute sich über die gute Zusammenarbeit: „Mein Dank gilt allen Teilnehmern dieser Übung. Den teilnehmenden Mitgliedern der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei, des Technischen Hilfswerks, der Bundeswehr, der Integrierten Leitstelle und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier in meinem Haus. Mein besonderer Dank geht an die Firma Rießner-Gase, für die gute Kooperation und Zusammenarbeit bei der Erstellung des externen Notfallplans.“

Zu Gast war auch Frau Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, die sich von dem Einsatz und dem Engagement der Teilnehmer begeistert zeigte.

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