Beim Zugriff auf dieses Internetangebot werden von uns Cookies (kleine Dateien) auf Ihrer Festplatte abgespeichert. Wir verwenden diese ausschließlich dazu, Sie bei diesem und weiteren Besuchen unserer Internetseite zu identifizieren.
Die meisten Browser sind so eingestellt, dass sie die Verwendung von Cookies akzeptieren, diese Funktion kann aber durch die Einstellung Ihres Internetbrowsers von Ihnen für die laufende Sitzung oder dauerhaft abgeschaltet werden.
Weitere Informationen zum Thema DatenschutzOK
Web-ThermenAussenbruecke
Schriftgröße AAA

Themen / Inhalt

Erlaubnisfreie Benutzungen - Gemeingebrauch


Erlaubnisfrei ist das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten oder Ableiten von Grundwasser            

  • für einen Haushalt (ab zwei Haushalte genehmigungspflichtig)
  • für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb
  • für das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebs
  • in geringen Mengen für Zwecke der Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaus zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Hinweise: 1. Um eine geringe Menge handelt es sich regelmäßig nicht mehr, wenn eine landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Fläche über 1 ha bewässert werden soll oder für Bewässerungszwecke mehr als 3 l/s Grundwasser entnommen werden soll oder mittels gemeinsamer Anlagen beregnet wird oder andere - auch erlaubnisfreie - Wasserbenutzungen, insbesondere für Trinkwasserzwecke, beeinträchtigt werden können. Bei der Beurteilung, ob eine dem Grundwasser zu entnehmende Wassermenge als gering anzusehen ist, werden auch das Verhältnis der Entnahme zur Grundwasserneubildung im Bereich der Entnahmestelle sowie bereits bestehende Benutzungen gewürdigt. 2. Mit "Gartenbau" ist Gemüse, Obst usw. gemeint, jedoch nicht das Bewässern von Rasenflächen, Ziersträuchern, Blumen usw.
  • in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck
  • für Zwecke der gewöhnlichen Bodenentwässerung land- oder forstwirtschaftlich bzw. gärtnerisch genutzter Grundstücke

soweit keine signifikanten nachteiligen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt zu besorgen sind. Das Vorhaben ist dem Landratsamt vorab mit nachfolgendem Formular anzuzeigen; die Anzeige ist gebührenpflichtig. 

Vorher sind jedoch nacheinander folgende Alternativen zu prüfen:

  • Wasserentnahme aus einem oberirdischen Gewässer oder Verwendung von gespeichertem Niederschlagswasser;
  • Nutzung von Uferfiltrat.

Sofern diese Alternativen nicht möglich sind, kann eine Bohranzeige eingereicht werden; die Zustimmung der Behörde ist dann abzuwarten.

Anzeige einer BrunnenbohrungAnzeige einer Brunnenbohrung, 208 KB

Bei der Bohranzeige ist besonderes Augenmerk auf das Kapitel "I. Angaben zur Qualifikation" zu richten, da ein Brunnen den anerkannten technischen Regeln entsprechend zu errichten ist, also entsprechende Fachkenntnisse vorhanden sein müssen.

Zudem muss nachgewiesen sein, dass die Baustoffe, die für die Errichtung des Brunnens verwendet werden, hierfür auch geeignet sind. Ansonsten ist für den Brunnenausbau eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Erlaubnisfrei ist ferner das Einleiten von Niederschlagswasser in das Grundwasser (Versickerung) entsprechend den hierzu ergangenen rechtlichen Regelungen; Näheres siehe unter "Umweltzentrum - Wasserrecht - Niederschlagswasserableitung"


Erlaubnisfreie oberirdische Gewässerbenutzung

Voraussetzung: Rechte und Befugnisse anderer dürfen der Benutzung nicht entgegenstehen, keine rechtswidrige Benutzung fremder Grundstücke, eine erhebliche Beeinträchtigung des Gewässers und seiner Ufer sowie der Tier- und Pflanzenwelt darf nicht zu erwarten sein, Benutzung muss außerhalb von Schilf- und Röhrichtbeständen stattfinden:

  • Baden, Waschen, Tränken, Schwemmen, Schöpfen mit Handgefäßen, Eissport und Befahren mit kleinen Fahrzeugen ohne eigene Triebkraft, Betrieb von Modellbooten ohne Verbrennungsmotoren (der Betrieb von Modellbooten mit Elektroantrieb ist nicht zulässig in Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung, Europäischen Vogelschutzgebieten und Naturschutzgebieten)
  • Einleiten von Grund- und Quellwasser
  • Schadloses Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser, das nicht mit anderem Abwasser oder wassergefährdenden Stoffen vermischt ist, entsprechend den hierzu bekanntgemachten Regeln der Technik; dies gilt nicht für Niederschlagswassereinleitungen von Flächen in Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, von Bundesfern- und Staatsstraßen, sowie von Straßen mit mehr als zwei Fahrstreifen - Näheres hierzu siehe unter "Umweltzentrum - Wasserrecht - Niederschlagswasserableitung"
  • Entnehmen von Wasser in geringen Mengen für

           - das Tränken von Vieh

           - den häuslichen Bedarf der Landwirtschaft

  • Einbringen von Stoffen zu Zwecken der Fischerei, wenn dadurch keine signifikanten nachteiligen Auswirkungen auf den Gewässerzustand zu erwarten sind.
  • Keiner Erlaubnis oder Bewilligung bedürfen bei Übungen und Erprobungen für Zwecke der Verteidigung oder der Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit

- das vorübergehende Entnehmen von Wasser aus einem Gewässer,

- das Wiedereinleiten des Wassers in ein Gewässer mittels beweglicher  Anlagen und

- das vorübergehende Einbringen von Stoffen in ein Gewässer,

wenn durch diese Benutzungen andere nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt werden und keine nachteilige Veränderung der Gewässereigenschaften zu erwarten ist. Die Gewässerbenutzung ist dem Landratsamt rechtzeitig vor Beginn der Übung oder der Erprobung anzuzeigen.

  • Keiner Erlaubnis oder Bewilligung bedürfen Gewässerbenutzungen, die der Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für die öffentliche Sicherheit dienen, sofern der drohende Schaden schwerer wiegt als die mit der Benutzung verbundenen nachteiligen Veränderungen von Gewässereigenschaften. Das Landratsamt ist unverzüglich über die Benutzung zu unterrichten.

Ansprechpartner / Kontakt