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Erlaubnisfreie Benutzungen - Gemeingebrauch


Erlaubnisfrei ist das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten oder Ableiten von Grundwasser            

  • für einen Haushalt (ab zwei Haushalte genehmigungspflichtig)
  • für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb
  • für das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebs
  • für Zwecke der Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaus zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit (ist grundsätzlich nur dann erlaubnisfrei, wenn die Fläche nicht größer als 1 ha ist und nicht mehr als 3 l/s Grundwasser entnommen wird)
  • in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck
  • für Zwecke der gewöhnlichen Bodenentwässerung land- oder forstwirtschaftlich bzw. gärtnerisch genutzter Grundstücke

soweit keine signifikanten nachteiligen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt zu besorgen sind. Das Vorhaben ist dem Landratsamt jedoch vorab mit nachfolgendem Formular anzuzeigen (gebührenpflichtig!):

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Erlaubnisfrei ist ferner das Einleiten von Niederschlagswasser in das Grundwasser (Versickerung) entsprechend den hierzu ergangenen rechtlichen Regelungen; Näheres siehe unter "Umweltzentrum - Wasserrecht - Niederschlagswasserableitung"


 

Erlaubnisfreie oberirdische Gewässerbenutzung

Voraussetzung: Rechte und Befugnisse anderer dürfen der Benutzung nicht entgegenstehen, keine rechtswidrige Benutzung fremder Grundstücke, eine erhebliche Beeinträchtigung des Gewässers und seiner Ufer sowie der Tier- und Pflanzenwelt darf nicht zu erwarten sein, Benutzung muss außerhalb von Schilf- und Röhrichtbeständen stattfinden:

  • Baden, Waschen, Tränken, Schwemmen, Schöpfen mit Handgefäßen, Eissport und Befahren mit kleinen Fahrzeugen ohne eigene Triebkraft, Betrieb von Modellbooten ohne Verbrennungsmotoren (der Betrieb von Modellbooten mit Elektroantrieb ist nicht zulässig in Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung, Europäischen Vogelschutzgebieten und Naturschutzgebieten)
  • Einleiten von Grund- und Quellwasser
  • Schadloses Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser, das nicht mit anderem Abwasser oder wassergefährdenden Stoffen vermischt ist, entsprechend den hierzu bekanntgemachten Regeln der Technik; dies gilt nicht für Niederschlagswassereinleitungen von Flächen in Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, von Bundesfern- und Staatsstraßen, sowie von Straßen mit mehr als zwei Fahrstreifen - Näheres hierzu siehe unter "Umweltzentrum - Wasserrecht - Niederschlagswasserableitung"
  • Entnehmen von Wasser in geringen Mengen für

           - das Tränken von Vieh

           - den häuslichen Bedarf der Landwirtschaft

  • Einbringen von Stoffen zu Zwecken der Fischerei, wenn dadurch keine signifikanten nachteiligen Auswirkungen auf den Gewässerzustand zu erwarten sind.
  • Keiner Erlaubnis oder Bewilligung bedürfen bei Übungen und Erprobungen für Zwecke der Verteidigung oder der Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit

- das vorübergehende Entnehmen von Wasser aus einem Gewässer,

- das Wiedereinleiten des Wassers in ein Gewässer mittels beweglicher  Anlagen und

- das vorübergehende Einbringen von Stoffen in ein Gewässer,

wenn durch diese Benutzungen andere nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt werden und keine nachteilige Veränderung der Gewässereigenschaften zu erwarten ist. Die Gewässerbenutzung ist dem Landratsamt rechtzeitig vor Beginn der Übung oder der Erprobung anzuzeigen.

  • Keiner Erlaubnis oder Bewilligung bedürfen Gewässerbenutzungen, die der Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für die öffentliche Sicherheit dienen, sofern der drohende Schaden schwerer wiegt als die mit der Benutzung verbundenen nachteiligen Veränderungen von Gewässereigenschaften. Das Landratsamt ist unverzüglich über die Benutzung zu unterrichten.

Ansprechpartner / Kontakt