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Gartentipp 10-2021: Nahrungsquelle für Insekten und Boden


Gründünger hilft auch gegen Erosion und Unkraut: Jetzt Buchweizen, Gelbsenf oder Ringelblumen aussäen

So langsam endet der Sommer. Manche Gemüse sind abgeerntet und hinterlassen leere Beetflächen. „Doch der Boden sollte nicht kahl und unbedeckt bleiben“, raten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Bewährt hat sich die Pflanzung bzw. Aussaat von Herbstsalaten, Spinat, Feldsalat und Radieschen. Für größere Flächen eignet sich aber auch die Einsaat einer Gründüngung, die im Herbst und Winter die Beete bedeckt.

Blühende Gründünger wie der Buchweizen erfreuen Auge und Insekten. Foto Bayerische Gartenakademie

Blühende Gründünger wie der Buchweizen erfreuen Auge und Insekten. Foto Bayerische Gartenakademie

Die Gründüngung bringt Vorteile
Die Pflanzen begrünen die Beete und verbessern gleichzeitig den Boden. Sie beschatten ihn, schützen vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung. Durch den Bewuchs unterdrücken sie außerdem das starke Auftreten verschiedener Unkräuter. Noch im Boden vorhandene Nährstoffe werden durch die Gründüngungspflanzen gebunden und vor Auswaschung bewahrt. Tiefwurzelnde Pflanzenarten bewirken langfristig eine tiefgründige Bodenlockerung. Mit einer Gründüngung können Sie zugleich Humusgehalt und Bodenfruchtbarkeit erhöhen, Krümelstruktur und Wasserhaltefähigkeit verbessern sowie Bodenleben fördern.

Gründüngung im Spätsommer und Herbst
Säen Sie noch Ende August oder Anfang September Phacelia, Buchweizen, Gelbsenf, Ringelblumen und andere blühende Gründüngungsarten, so erfreuen sie uns bei einem langen und milden Herbst mit bunter Fröhlichkeit. Die Blüten sind zudem noch eine wichtige Nahrungsquelle in den letzten Monaten des Jahres für verschiedene Insekten.

Gelbsenf kann Ende August oder Anfang September gesät werden. Foto: Bayerische Gartenakademie

Gelbsenf kann Ende August / Anfang September ausgesät werden. Foto: Bayerische Gartenakademie

Ölrettich, Winterzottelwicke und Inkarnatklee eignen sich ebenfalls zur Aussaat im September. Winterroggen, der besonders günstig für die Einsaat im Gemüsegarten ist, lässt sich sogar noch Anfang Oktober in den Boden bringen. Achten Sie im Gemüsegarten bei der Wahl der Grüneinsaat auf die Fruchtfolge. Verwenden Sie möglichst keinen Senf, Ölrettich und Raps, wenn Sie viel Kohl, Rettich oder Radies im Garten anbauen. Sie gehören zur selben Familie der Kreuzblütler.

Allgemein können winterharte Gründüngungspflanzen noch bis in den Oktober ausgesät werden. Sie bilden viel Grünmasse und teilweise verholzende Teile, die den Boden über den Winter schützen. Das Einarbeiten im Frühjahr ist dann jedoch oft schwierig. Die Pflanzenreste werden deshalb herausgerissen und kompostiert. Alternativ mähen Sie sie ab und graben die Flächen mit einem flach gehaltenen Spaten wenige Wochen vor der Beetnutzung um. 

Übrigens eignen sich Feldsalat, Winterportulak und Spinat auch als Gründünger. Säen Sie besser in Reihe und nicht breitwürfig, um noch Hacken und Jäten zu können. Je nach Bedarf können Sie Ihr Gemüse ernten. Nehmen Sie dazu immer wieder die größten Pflanzen, damit sie nicht zu dicht stehen. Der Rest wird im Frühjahr vom Beet entfernt oder flach eingearbeitet.

Frostempfindliche Gründüngungspflanzen, die durch die Kälte vertrocknet bzw. abgestorben sind, bleiben noch als Mulch auf dem Boden liegen. Pflanzenreste werden im Frühjahr eventuell abgerecht und kompostiert oder auch flach untergegraben.

Im Frühherbst arbeitet man Pflanzen grundsätzlich nicht ein. Die Verrottung setzt wertvolle Nährstoffe frei, die ausgewaschen werden könnten. Lediglich bei schweren Böden ist noch ein Umgraben im Dezember kurz vor dem Durchfrieren des Bodens möglich. Oder man lässt die Gründüngung einfach bis zum Frühjahr stehen.

Wer weitere Fragen hat, wendet sich an das Gartentelefon (Tel.: 0931/9801-147) oder schreibt eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de.

Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten der Bayerischen Gartenakademie:
www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/282019/index.php
www.lwg.bayern.de/gartenakademie/index.php 
www.lwg.bayern.de/gartenakademie-infoschriften - Infoschriften
www.lwg.bayern.de/gartenakademie-gartentipps - jede Woche neu
www.lwg.bayern.de/gartenakademie-gemueseblog - Neues aus dem Schaugarten
www.lwg.bayern.de/gartenakademie-gartencast - Gartentipps zum Hören

Winterroggen ist besonders günstig für die Einsaat im Gemüsegarten. Foto: Bayerische Gartenakademie

Winterroggen eignet sich besonders für die Einsaat im Gemüsebeet. Foto: Bayerische Gartenakademie

Autorin Isolde Keil-Vierheilig, Bayerische Gartenakademie
Bilder:  © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim

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