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Der Maibock der Staffelberg-Bräu, Loffeld


Braukunst und -tradition in 6. Generation: Bier ist für Karl-Heinz Wehrfritz weit mehr als ein Getränk 

Von Heidi Bauer, Pressestelle

Karl-Heinz Wehrfritz sinniert ein wenig, um dann fast schon philosophisch zu werden: Was für den Charakter und die Qualität eines guten Bockbiers entscheidend ist, erläutert der Loffelder Braumeister mit sanfter Stimme, gefühlvoll und leidenschaftlich. Das Starkbier „ist mehr was zum Genießen“, sagt er. 

Kräftig, vollmundig, aber nicht zu mächtig ist der Maibock der Staffelberg-Bräu, der schon mehrfach mit dem European Beer Star und 2020 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet wurde. Dahinter steckt viel Wissenschaft und vor allem: handwerkliches Können und Gespür für die Feinheiten und Beschaffenheit der nach dem Deutschen Reinheitsgebot immer gleichen Zutaten des edlen Gerstensafts. 

Hochwertige Brauzutaten

Dabei setzt die Staffelberg-Bräu auf höchste Qualität: Zum Erfolgsrezept gehört neben bester heimischer Braugerste hochwertiger Hopfen, der vom Braumeister persönlich ausgewählt wird. Das Bergquellwasser aus einer eigenen Quelle sorgt für den einzigartigen Geschmack und die Frische. Tradition verpflichtet eben: Karl-Heinz und Helga Wehrfritz führen das Familienunternehmen – Brauerei und echt fränkischem Gasthaus – in der inzwischen 6. Generation, und die siebte Generation ist inzwischen auch mit am Start: Sohn Jakob hat ebenfalls das Brauer- und Mälzerhandwerk erlernt.

Bier ist für Karl-Heinz Wehrfritz weit mehr als ein Getränk und Tradition – sondern Braukunst. „Die Kunst bei der Sache ist es, dass man eine harmonische Balance erhält“, erklärt der Braumeister, als er die kleine Leiter hochklettert, um an den Zapfhahn des großen Lagertanks zu gelangen und dort eine Probe zu ziehen. Hier lagert der im Januar eingebraute Maibock der Staffelberg-Bräu.

Braumeister Karl-Heinz Wehrfritz, Loffeld (Foto: Heidi Bauer)

Wehrfritz öffnet den Hahn vorsichtig, schäumend läuft der noch junge Gerstensaft ins mitgebrachte Glas. Fachmännisch – mit geschultem Blick prüft der Braumeister Farbe und Konsistenz, riecht ins Glas, nimmt einen Schluck und erläutert: „Der Maibock ist ein einfacher, ein heller Bock, ähnlich wie ein Pils, aber deutlich kräftiger! Mit einer Stammwürze von rund 17 Prozent bringt er es schließlich auf sieben bis siebeneinhalb Prozent Alkoholgehalt.“

Und das Frühlings-Starkbier aus Loffeld braucht noch ein wenig Zeit, sagt Karl-Heinz Wehrfritz. Fast ein Vierteljahr. „Es ist wichtig, dass das Bockbier hochvergoren wird, und für die Gärung ist wiederum eine lange, kalte Lagerung wichtig“, erläutert der Braumeister weiter. „Sinn der langen Maischezeit ist, dass möglichst viel Zucker vergoren wird, sonst wird der Gerstensaft zu süß im Nachgang.“ Etwa drei bis vier Prozent Restzucker wird beim Maibock bleiben, schätzt er. 

Trend zum Hochvergorenen

Bis zur vollendeten Reife dauert es noch ein wenig: Erst im März, also mitten in der Fastenzeit wird der Maibock angezapft. „Es gibt Leute, die kaufen sich dann zehn Kästen und lagern die dann übers ganze Jahr“, weiß der Braumeister. Es stellt fest: „Der Trend beim Bockbier geht hin zum Hochvergorenen und zu Spezialitäten.“ Auch wenn Tradition verpflichtet, so setzt die Staffelberg-Bräu auf innovative Biervielfalt: „Wir probieren gerne einmal etwas Neues aus“, lässt Karl-Heinz Wehrfritz wissen. 

Den Maibock der Staffelberg-Bräu gibt es ab Ende März. (Foto: Heidi Bauer)

Deshalb gehören zu den klassischen Sorten wie dem „Querkela“ (für alle Auswärtigen: die Zwerge vom Staffelberg, deren Konterfei seit annähernd 90 Jahren das Firmen-Logo ziert) und dem Märzen, dem Hopfen-Gold-Pils und dem Hefe-Weißbier auch saisonale Biere. Auf zwölf verschiedene Sorten jährlich – darunter auch verschiedene alkoholfreie – kommt die Brauerei. Zum Maibock gesellt sich als Starkbier noch der Antonius-Bock, der seinem Namen dem Seniorchef Anton Geldner verdankt, der ihn 1988 als Jubiläums Weizen-Doppelbock kreierte.

Mehr unter www.staffelberg-braeu.de

Bier ist für Karl-Heinz Wehrfritz Braukunst. (Foto: Heidi Bauer)

Mit geschultem Blick prüft der Braumeister Farbe und Konsistenz, riecht ins Glas, nimmt einen Schluck: Bier ist für Karl-Heinz Wehrfritz weit mehr als ein Getränk und Tradition – sondern Braukunst. Alle Fotos: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

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