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Pressemitteilung 141-2021: „Ich bin stolz, dass wir in Lichtenfels Hilfe leisten können“


Kommandeur des Sanitätslehrregiments, Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger, informiert sich über den Einsatz der Bundeswehr im Lichtenfels

LICHTENFELS (05.05.2021). „Auf der dritten Corona-Welle ist unser Landkreis leider ganz oben mit dabei. Deshalb sind wir sehr dankbar für die Amtshilfe der Bundeswehr in der Pandemiebekämpfung. Es ist ein großartiger Auftritt, den die Soldatinnen und Soldaten hier bei uns ‚hinlegen‘, lobte Landrat Christian Meißner am Freitag die hohe Dienstbereitschaft und den engagierten Einsatz aus gegebenen Anlass: Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger, Kommandeur des Sanitätslehrregiments „Niederbayern“ in Feldkirchen und Standortältester für den Bereich Stadt und Landkreis Straubing und Landshut, informierte sich über den ersten Einsatz „seiner“ Soldat/innen in einem Impfzentrum. Im Rahmen des Besuchs trug er sich auch in das Goldene Buch des Landkreises Lichtenfels ein. Dabei verriet er, warum ihn mit Lichtenfels und dem Landkreis noch ein wenig mehr verbindet.

Im Impfzentrum Lichtenfels informierte sich Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger über den Einsatz der Bundeswehrsoldat/innen. (Foto: Landratsamt Lichtenfel

 Beim Besuch im Impfzentrum des Landkreises Lichtenfels informierte sich Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger (2. v.li.), Kommandeur des Sanitätslehrregiments Niederbayern in Feldkirchen, bei Landrat Christian Meißner (li.) und dem Leiter des Impfzentrums, Dr. Jürgen Murmann (2.v.re.), über den Einsatz der Bundeswehrsoldatinnen und –soldaten vor Ort. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer 

Erster Einsatz in einem Impfzentrum
„Es ist mir stets ein großes Anliegen zu sehen, wie die Zusammenarbeit vor Ort klappt und was unsere Leute vor Ort leisten“, stellte der Oberstarzt beim Empfang im Landratsamt heraus. „In Lichtenfels war das für mich aber von besonderem Interesse, zumal es unser erster Einsatz in einem Impfzentrum ist. Ich habe hier einen ausgezeichneten Eindruck bekommen. Ich bin stolz, dass die Unterstützung so gut klappt und freue mich über die professionelle und kameradschaftliche Aufnahme meiner Soldatinnen und Soldaten im Landkreis Lichtenfels“, betonte Dr. Tobias Gamberger weiter.  

Am Rande ließ er durchblicken, dass die (aktuell fünf) „Soldatinnen und Soldaten aus meinem Regiment genau in der Stadt Hilfe leisten, in der ich persönlich die Weichen für mein späteres Leben – durch meinen Besuch und das Abitur am Meranier-Gymnasium – gestellt habe, hat für mich natürlich einen besonderen Charme.“ Bis zu seinem Studium in Erlangen habe er in Oberwallenstadt gewohnt.  

Landrat Christian Meißner erläuterte dem Oberstarzt den Verlauf der Pandemie im Landkreis Lichtenfels und die Arbeitsweise innerhalb der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), in die auch die das Kreisverbindungskommando Lichtenfels (KVK) mit eingebunden ist. Einen Überblick gab Meißner über den fortlaufenden Aufbau der „Corona“-Infrastruktur in den vergangenen fast 15 Monaten inklusive der Testzentren und des Impfzentrums des Landkreises Lichtenfels. Die fortlaufend hohen Covid-19-Infektionszahlen, die Nachverfolgung der Infektionsketten, Tests und Impfungen haben die personellen Kapazitäten beim und im Landkreis an die Grenzen gebracht. „Ohne den engagierten Einsatz der Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten wäre der Kampf gegen die Pandemie sehr viel schwieriger“, so Meißner und sagte dem Oberstarzt ein großes Dankeschön für die Unterstützung und seinen Besuch. 

Spitzenreiter bei den Impfungen
Mit Blick auf die Impfzahlen stellte der Landrat heraus, dass der Landkreis Lichtenfels signifikant über der bayerischen und bundesweiten Quote liege und als einer der kleineren bundesweit seit Wochen eine Spitzenposition einnimmt. Die Zahl der Impfungen soll laut Meißner weiterhin mit Nachdruck vorangebracht werden. Problematisch sei gewesen, dass lange Zeit nur wenig Impfstoff geliefert wurde, weswegen es anfänglich sehr schleppend vorangegangen sei. „Wir haben bislang jede Dosis verimpft, die wir hatten. Aktuell sind im Impfzentrum bis zu 650 Impfungen pro Tag möglich – wenn wir genügend Impfstoff bekommen“, informierte der Landrat weiter. 

Insgesamt hat der Landkreis Lichtenfels über das Kreisverbindungskommando (KVK) 27 Anträge auf Hilfeleistung durch die Bundeswehr gestellt. Seit November 2020 waren 48 Soldatinnen und Soldaten im Landkreis im Einsatz und wurden fortlaufend immer wieder von ihren Einheiten ausgewechselt. Aktuell sind 22 Soldat/innen im Landkreis tätig: acht als Tracer, sechs als „Helfende Hände“ für Schnelltests in Heimen sowie acht Soldaten (darunter fünf Sanitätsfachkräfte des Sanitätslehrregiments 1 aus Feldkirchen und drei unterstützende Kräfte von der 1. Kompanie des Panzerbataillons 104 aus Pfreimd) im Impfzentrum, ließ der Landrat wissen. 

Zwei Mitarbeiter des Landratsamtes, die gleichzeitig als Reservisten im KVK aktiv sind, bereiten die Anträge auf Hilfeleistung vor, die dann über den stellvertretenden Leiter des KVK an das Lagezentrum im Landeskommando Bayern der Bundeswehr weitergeleitet werden. Die Einteilung der Soldaten obliegt der jeweiligen Organisationseinheit im Landratsamt.

Wie Major d.R. Tristan Rinker erläuterte, hat insbesondere Hauptfeldwebel d.R. Gutgesell dem Landkreis bei der Pandemiebekämpfung wertvolle Dienste geleistet: Der 55-jährige Bad Staffelsteiner passte die digitale Software Sormas, die vom Helmholtz-Zentrum für die Infektionsforschung entwickelt wurde, auf die lokalen Bedürfnisse des Landkreises an und schrieb zusammen mit zwei Mitarbeitern des Landratsamtes sowie zwei Kameraden des IT-Bataillons 293 aus Murnau ein entsprechendes Handbuch.

Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises: Landrat Christian Meißner und Oberstarzt Dr Tobias Gamberger (Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer)

„Ich bin stolz, im Rahmen der Unterstützung in der Corona-Pandemie auch seitens des Sanitätslehrregimentes unseren Beitrag im Landkreis Lichtenfels Lichtenfels und für die Bürgerinnen und Bürger leisten zu können, ganz im Sinne von ‚Wir.Dienen.Deutschland.“, signierte Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger, Kommandeur des Sanitätslehrregiments Niederbayern in Feldkirchen, im Goldenen Buch des Landkreises. Dabei verriet er auch, warum der Besuch in Lichtenfels für ihn „besonderen Charme“ hat. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer 

„Wichtiges Signal“
Im Goldenen Buch des Landkreises signierte Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger im Anschluss mit folgendem Eintrag: „Ich bin stolz, im Rahmen der Unterstützung in der Corona-Pandemie auch seitens des Sanitätslehrregimentes unseren Beitrag im Landkreis Lichtenfels Lichtenfels und für die Bürgerinnen und Bürger leisten zu können, ganz im Sinne von ‚Wir.Dienen.Deutschland.“ Beim Besuch im Impfzentrum machte sich der Oberstarzt ein persönliches Bild, wie und in welchem Umfang die Soldatinnen und Soldaten hier tätig sind. Der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Jürgen Murmann, gab einen Überblick über die Entwicklung in den vergangenen Monaten. 

Landrat Christian Meißner resümierte abschließend: „Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Unterstützung der Bundeswehr eine äußerst wertvolle Hilfe. Auch bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort wird der Einsatz unserer Bundeswehr sehr positiv wahrgenommen. Dieser Einsatz ist ein wichtiges Signal, denn es zeigt, dass man sich in Krisensituationen auf die Hilfe unserer Bundeswehr verlassen kann. Es ist einfach toll, dass sich die Bundeswehr bei uns und für unseren Landkreis Lichtenfels derart einsetzt und es den Verantwortlichen zudem ein großes Anliegen ist, den Austausch mit uns zu suchen. So funktioniert Zusammenarbeit in Krisenzeiten!“

Beim Besuch im Impfzentrum (von links): Landrat Christian Meißner, Oberstarzt Dr Tobias Gamberger, Dr. Jürgen Murrmann (Foto: Landratsamt Lichtenfels/

Beim Rundgang durch das Impfzentrum machte sich Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger ein persönliches Bild, wie und in welchem Umfang die Soldatinnen und Soldaten hier tätig sind: (vorne, v. li.) Landrat Christian Meißner, der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Jürgen Murmann, Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger und der stellvertretende Leiter des Kreisverbindungskommandos (KVK) Lichtenfels für zivil-militärische Zusammenarbeit (ZMZ), Oberstleutnant der Reserve Thomas Lang. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer 


Hintergrund: 
Sanitätslehrregiment (SanLehrRgt)
Das Sanitätslehrregiment (SanLehrRgt) im Standort Feldkirchen ist der Ausbildungsverband des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Dort erfolgen Grundausbildung und zentrale Elemente der Einsatzausbildung. Alle Sanitätsoffiziersanwärterinnen und Sanitätsoffiziersanwärter der Bundeswehr absolvieren ihre Grundausbildung beim Sanitätslehrregiment in Feldkirchen. Darüber hinaus ist es Erprobungstruppenteil des Sanitätsdienstes und präsentiert sanitätsdienstliche Fähigkeiten im militärischen und zivilen Umfeld. Es hält Personal und Material für die sanitätsdienstliche Einsatzversorgung bereit. Hierzu verfügt das Regiment über eine breite Palette unterschiedlichster Sanitätsfahrzeuge, Zelte, Container und medizinische Geräte. Gegründet wurde das Sanitätslehrregiment im Juli 2003. Weitere Informationen:  Sanitätslehrregiment Niederbayern  

Kreisverbindungskommando (KVK) Lichtenfels 
Das KVK hat den Auftrag, den Landrat / die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Katastrophenfall zu Hilfeleistungen der Bundeswehr zu beraten. Es unterstützt bei der Erstellung von Hilfeleistungsanträgen und leitet diese an das Lagezentrum des Landeskommandos Bayern (LKdo BY) weiter. Ein KVK hat eine Sollstärke von zwölf Soldaten der Reserve (vier Stabsoffiziere, drei Offiziere, drei Feldwebel, ein Sanitätsstabsoffizier(Arzt), ein Sanitätsfeldwebel). Beim KVK Lichtenfels sind elf Dienstposten besetzt. 

 

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