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Kreisentwicklungskonzept - Allgemeine Informationen


Kreisentwicklungskonzept - Allgemeine Informationen

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1. Ausgangslage

Aufgrund der demographischen Entwicklung und den daraus resultierenden Veränderungen im Bevölkerungsaufbau wird der ohnehin schon stattfindende Wettbewerb der Regionen noch verstärkt werden. Jede Region wird versuchen, möglichst viele junge Familien und qualifizierte Arbeitskräfte für sich zu gewinnen. Damit könnte einer Bevölkerungsabnahme entgegnet werden. Dass die Bevölkerungszahlen in Deutschland rückläufig sind, lässt sich nur schwer aufhalten, welche Regionen davon aber künftig betroffen sein werden, lässt sich sehr wohl beeinflussen.

Ziel der Kreisentwicklung muss es sein, mit nachhaltigen Projekten die Attraktivität der Region zu steigern. Die Zahlen der letzten Jahre zeigen für den Landkreis Lichtenfels in vielen Bereichen eine positive Entwicklung auf. Die gute Infrastruktur, insbesondere die neue Autobahn wird sich auch in Zukunft positiv auf die Entwicklung des Landkreises auswirken.

Die Stärken des Landkreis Lichtenfels liegen ganz klar in der Arbeitsplatzversorgung, in der Gründerdynamik und im Tourismus. Neben diesen drei sprechen auch die überdurchschnittliche Produktivität, die unterdurchschnittlichen Arbeitskosten und der positive Pendlersaldo für den Wirtschaftsstandort Lichtenfels. Defizite sind jedoch im Bereich der Hochqualifizierten und in Bezug auf die demographische Entwicklung festzustellen. Gerade bei den Schwächen soll künftig das Regionalmanagement und die Kreisentwicklung ansetzen, die Stärken sollen noch verstärkt werden.

2. Entwicklungsstrategie für den Landkreis Lichtenfels

Für die politischen Entscheidungsträger im Landkreis Lichtenfels ist ein Entwicklungskonzept kein Novum. Bereits im Jahre 2007 wurde vom Region Obermain e.V. (LAG) ein Regionales EntwicklungsKonzept (REK) mit vielen stimmigen Einzelprojekten erarbeitet. Der Umsetzungszeitraum im Rahmen von LEADER beträgt maximal acht Jahre (2008 – 2015). Im Zuge der 2. Säule der Allianz Bayern Innovativ fördert das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie für drei Jahre (2009 – 2012) ein Regionalmanagement, das sich um die Umsetzung möglichst vieler Projekte kümmern soll. Hierfür wurde 2009 ein Handlungskonzept erstellt, in dem sowohl die Projekte aus dem LEADER-REK als auch ergänzende querschnittsorientierte Projekte enthalten sind.

Betrachtet man den Umsetzungszeitraum LEADER-REK und Regionalmanagement so wird deutlich, dass hier nach drei Jahren eine Vakanz entsteht. Der Zeitstrahl verdeutlicht, dass gerade der Kreisentwicklung als ganzheitliche Einrichtung im Landkreis Lichtenfels eine Schlüsselfunktion zukommt und dass die Kreisentwicklung strategisch ausgerichtet sein muss mit der Verfolgung von mittel- bis längerfristigen Zielen. Für eine nachhaltige Regionalentwicklung ist es unverzichtbar, dass neben dem Regionalmanagement auch die Kreisentwicklung an der Umsetzung der Projekte beteiligt ist. Man kommt nicht umhin das Handlungskonzept des Regionalmanagements und das LEADER-REK in ein Basiskonzept zu integrieren.

Die Erarbeitung eines Kreisentwicklungskonzepts als Basiskonzept bedeutet nicht, dass man wieder bei Null anfängt. Es geht vielmehr darum, die bereits bestehenden Konzepte in das der Kreisentwicklung einfließen zu lassen und zu integrieren.

Das Schaubild (siehe rechts) verdeutlicht, wie die drei Akteure an diesem gemeinsamen Ziel, die Region Obermain zukunftsfähig zu machen, zusammenarbeiten. Zentrales Element bilden hierbei die fünf Säulen mit den Handlungsfeldern

  • Tourismus & Kultur,
  • Wirtschaft & Infrastruktur,
  • Energie & Umwelt,
  • Jugend & Familie sowie
  • Soziales & Senioren.

Die Wahl der Handlungsfelder trägt den künftigen Herausforderungen des Landkreises Rechnung.

Die Kreisentwicklung bildet die Basis für die künftige Ausrichtung des Landkreises. Das Regionalmanagement und der Region Obermain e.V. tragen mit ihren Projekten zur Stärkung der einzelnen Säulen bei. Entscheidend ist, dass alle Akteure und Projekte ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich eine zukunftsfähige Region Obermain.

3. Handlungsfelder der Kreisentwicklung

Bei der Umsetzung der Handlungsfelder und deren Zielen ist der Landkreis Lichtenfels natürlich auf die Unterstützung der Städte, Märkte und Gemeinden aber auch anderer Projektträger und Institutionen angewiesen – jeder seinen Zuständigkeiten entsprechend. Wichtig ist zudem, wie der Landkreis Lichtenfels an der künftigen Entwicklung der Europäischen Metropolregion Nürnberg partizipieren kann. Die Integration in das Netzwerk der Metropolregion wird wichtige Impulse bringen.

a) Tourismus und Kultur

Beim Handlungsfeld Tourismus und Kultur wird die Hauptaufgabe darin bestehen, die Gesundheitsregion Obermain zu etablieren und aggressiver zu vermarkten. Voraussetzung hierfür ist, neben dem Marketing, eine Fülle an weiteren Angeboten für die Gäste im Landkreis anbieten zu können. Die Geschäftsstelle des Gebietsausschusses Oberes Maintal – Coburger Land bietet bereits heute wichtige Informationen. Insgesamt sind die Tourismusstrukturen neu zu bewerten.

Ziel: Etablierung der Gesundheits- und Wohlfühlregion am Obermain

b) Wirtschaft und Infrastruktur

Neben den klassischen Aufgaben der Wirtschaftsförderung gilt es die notwendigen Voraussetzung im Bereich der Infrastruktur zu schaffen, um allen Generationen den Zugang zu bezahlbarer Mobilität zu ermöglichen. Dies betrifft sowohl die klassischen Bereiche der Infrastruktur, wie Wasser, Strom, Straße und ÖPNV als auch die Breitbandinfrastruktur. Die Standortfaktoren Bildung und Gesundheit haben weiterhin höchste Priorität. Dem Ersatzneubau des Helmut-G.-Walther-Klinikums kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.

Ziel 1: optimale, hochmoderne und wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung

Ziel 2: Mobilität für alle Generationen

c) Energie und Umwelt

Gerade im Bereich der regenerativen Energien hat der Landkreis Lichtenfels eine Vorreiterrolle inne. Weitere Tätigkeiten auf diesem Gebiet werden als sinnvoll angesehen. Ein weiteres wichtiges Thema ist eine nachhaltige Siedlungspolitik. Dies steht im direkten Zusammenhang mit den stagnierenden Bevölkerungszahlen und der steigenden Überalterung sowie dem Erhalt der Kulturlandschaft.

Ziel 1: Energieregion Obermain

Ziel 2: Erhalt der Kulturlandschaft

d) Jugend und Familie

Im Bereich Jugend und Familie ist der Landkreis schon heute gut aufgestellt. Im Bereich der kommunalen Jugendarbeit ist ein sehr gutes Netzwerk vorhanden. In Abstimmung mit dem Kreisjugendring, dem Jugendzentrum Lichtenfels und der Umweltstation Weismain werden alljährlich ein abwechslungsreiches Programm für die Jugendlichen angeboten. Die gute Abstimmung mit den Städten, Märkten und Gemeinden im Rahmen der Jugendarbeit ist ein weiterer Garant für eine erfolgversprechende Jugendarbeit im Landkreis.

ZIEL: Mehr Lebensqualität für Kinder und Familien

e) Soziales und Senioren

Ähnlich wie beim Handlungsfeld Jugend und Familie sind die Pflichtaufgaben hier gesetzlich geregelt. Als freiwillige Aufgabe wird das seit Juli 2008 ins Leben gerufene Seniorenbüro betrieben. Es hat die Funktion einer Anlaufstelle für Senioren und dient als Vermittlungsstelle. Die Etablierung eines Netzwerkes steht hier an oberster Stelle. Die Zusammenarbeit mit den Städten, Märkten und Gemeinden aber auch den Sozialverbänden und Institutionen ist besonders erstrebenswert, da so Synergieeffekte geschaffen und Doppelarbeit vermieden werden kann.

ZIEL: Einrichtung eines „Sozialen Netzwerkes“

4. Monitoring

Dem Monitoring, also der Beobachtung der Entwicklung, kommt bei diesem KreisEntwicklungsKonzept (KEK) eine ganz entscheidende Rolle zu. Es muss sehr genau geprüft werden, welchen Nutzen die jeweiligen Projekte stiften. Nur durch ein regelmäßig – am besten jährlich – stattfindendes Monitoring wird es gelingen, Veränderungen zeitnah festzustellen und die künftige Entwicklung positiv beeinflussen zu können.

Das Monitoring trägt dazu bei, dass das Kreisentwicklungskonzept kein starres Konzept bleibt, sondern ständig fortgeschrieben werden kann. Die einzelnen Handlungsfelder können und sollen ergänzt und weiter ausgeformt werden. Gleiches gilt für die Projekte. Neben den Analysen zur Statistik werden auch für die einzelnen Projekte eine Kurzübersicht zum aktuellen Stand in das Monitoring mit aufgenommen.

Information KreisentwicklungsstrategieInformation Kreisentwicklungsstrategie, 29 KB

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