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Pressemitteilung 216-2022: Hirschkäfer gesucht!


Projekt des Biodiversitätszentrums Rhön zur Arterfassung des gefährdeten Käfers in Franken / Bürger können Beobachtungen online melden
 

LICHTENFELS (08.06.2022). Mit bis zu neun Zentimetern Länge gehört der Hirschkäfer zu den größten heimischen Käferarten und ist auch von Laien gut zu erkennen - darauf bauen das Biodiversitätszentrum Rhön (BioZ) im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) sowie der Verein Hirschkäferfreunde Nature Two e.V. 

Um sich ein genaueres Bild von der Verbreitung des gefährdeten und naturschutzfachlich bedeutsamen Käfers in Franken machen zu können, setzt das Biodiversitätszentrum Rhön auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Wer nämlich einen Hirschkäfer entdeckt, kann seinen Fund bis 31. August 2022 online unter www.hirschkaefer-suche.de melden. Darauf weist das Umweltzentrum am Landratsamt Lichtenfels hin.

Wo sich die Suche nach dem imposanten Käfer lohnt, verrät ein Blick auf seine Lebensweise. Als Brutstätte und Nahrungsquelle für seine Larven benötigt der Hirschkäfer besonntes Totholz mit Bodenkontakt, das bereits stark zersetzt ist. Besonders beliebt sind morsche Baumstümpfe von Eichen und anderen Laubbäumen. Die erwachsenen Käfer ernähren sich dagegen von Baumsaft, der aus Baumwunden austritt, oder reifen Früchten. 

„Auch bei uns im Landkreis Lichtenfels wurden beispielsweise in den Eierbergen zwischen den Ortschaften Wiesen und Nedensdorf oder im Banzer Wald in der Vergangenheit Hirschkäfer gesichtet. Dies ist auf die reichen Eichenbestände in diesen Bereichen zurückzuführen, die wertvollen Lebensraum für die Tiere darstellen“, erläutert Brigitte Pfister, Biodiversitätsberaterin an der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Lichtenfels.

Die höchsten Chancen, die nachtaktiven Tiere fliegen oder krabbeln zu sehen, bestehen an schwülwarmen Abenden während ihrer Flugzeit von Mitte Mai bis Ende Juli. Die Männchen lassen sich leicht anhand ihres namensgebenden, geweihartigen Oberkiefers identifizieren. Ihre Körpergröße schwankt zwischen 3,5 und beeindruckenden neun Zentimetern. Hirschkäferweibchen sind dagegen mit einer Länge von drei bis fünf Zentimetern deutlich kleiner und verfügen über einen wesentlich weniger ausgeprägten Oberkiefer. Kennzeichnend sind auch die schwarzbraune Grundfarbe sowie das rotbraune Schimmern der Flügeldecken.

„Nur anschauen, nicht berühren oder beunruhigen“ lauten wichtige Verhaltensregeln bei einem Hirschkäferfund. Die Tiere gelten nämlich in Bayern als stark gefährdet und sind aus diesem Grund auch gesetzlich geschützt“, darauf weist Tim Baum, Abteilungsleiter für Bauen und Umwelt, Kommunales am Landratsamt Lichtenfels, hin. 

Weitere Informationen auch unter www.lfu.bayern.de.

Hirschkäfer sind bei einem Projekt des Biodiversitätszentrums Rhön gesucht. Foto: LfU/ S. Finnberg

Wer einen Hirschkäfer entdeckt, kann seinen Fund bis 31. August 2022 online unter www.hirschkaefer-suche.de melden. Das Biodiversitätszentrum Rhön (BioZ) im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) sowie der Verein Hirschkäferfreunde Nature Two e.V. wollen sich ein genaues Bild von der Verbreitung dieses gefährdeten und naturschutzfachlich bedeutsamen Käfers in Franken machen und setzen dabei auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger. Foto:Bayerisches Landesamt für Umwelt/S. Finnberg

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