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Pressemitteilung 190-2021: „Die neue Ortsumgehung wird Modschiedel vom Durchgangsverkehr entlasten und die Verkehrssicherheit erhöhen“


Landrat Christian Meißner informiert sich vor Ort / Auf der Zielgeraden: Neue Umfahrung von Modschiedel ist ab Montag, 14. Juni 2021, für den Verkehr frei

LICHTENFELS (11.06.2021). Nach der langen Abstimmungs- und Planungsphase ging es schnell: Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit kann die Ortsumgehung Modschiedel auf der Hauptstrecke für den Verkehr freigegeben werden: „Wie geplant, werden am kommenden Montag, 14. Juni 2021, die Absperrungen für die neue Umgehung von Modschiedel beseitigt, die neue Straße ist dann befahrbar“, kündigt Landrat Christian Meißner an. „Mit der Ortsumgehung wird ein erster Schritt zur Verbesserung der Anbindung des ländlichen Raumes gemacht“, so der Landrat, als er sich am Freitag vor Ort auf der Baustelle in Modschiedel informierte.

Der Neubau der Kreisstraße LIF 12 mit der Ortsumfahrung Modschiedel ist eine Maßnahme des Landkreises Lichtenfels. Koordiniert wird diese vom Kreisbauhof. Finanziert wird die Maßnahme vom Landkreis Lichtenfels, der dafür Zuwendungen vom Freistaat Bayern und von der Regierung von Oberfranken erhält.

Hohe Förderung
Gute Nachrichten erhielt der Landkreis Lichtenfels bereits im vergangenen Jahr hinsichtlich der Finanzierung der Ortsumgehung aus dem Bayerischen Verkehrsministerium: Laut Verkehrsministerin Kerstin Schreyer unterstützt der Freistaat den Landkreis beim Bau der Ortsumgehung Modschiedel mit der maximalen Fördersumme nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz mit 2,9 Millionen Euro. Die Gesamtkosten der Ortsumgehung Modschiedel mit dem Umbau der Staatstraßeneinmündung liegen bei mehr als 5,7 Millionen Euro. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Kosten freut man sich beim Landkreis über die Förderung durch das Bayerische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.
 
„Die Fördergelder sind zur Verbesserung der Verkehrssicherheit gut angelegt. Mit der Umgehung wird der überregionale Verkehr sicher an Modschiedel vorbeigeleitet, sodass die Schadstoffbelastung im Ort zurückgehen wird. Das ist eine Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger. Hier holen wir den Verkehr aus der Ortschaft raus und bringen Lebensqualität rein“, stellt Landrat Meißner fest.

Planung erstreckte sich über 20 Jahre
Wie der Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel, ergänzte, hat die Ortsumgehung eine Gesamtlänge von rund 1,5 Kilometer, der Umbau des Kreuzungsbereichs mit der Staatstraße 2190 umfasst 0,6 Kilometer. Über 20 Jahre Arbeit stecken in der Ortsumfahrung, deren Planungsursprünge bis ins Jahr 1996 zurückzuführen sind. 

Der Umbau der Einmündung an Staatstraße sei ein deutlicher Bürgerwunsch bei den Ortsversammlungen zur neuen Ortsumgehung gewesen. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt, dem Stadtrat von Weismain und dem Kreistag des Landkreises Lichtenfels ist eine verkehrssichere Lösung entstanden, resümiert der Landrat. Durch die Verlegung der Einmündung der Staatstraße wurden die Sichtweiten verbessert. Ein Fahrbahnteiler hilft bei der Orientierung und dient der Verkehrssicherheit. Das Wegekreuz, das an der alten Kreuzung stand, wird noch versetzt.

Naturschutzfachliche Einflüsse haben hohen Stellenwert
Der Bau von Straßen ist immer mit kritischen Stimmen verbunden, weil sich unter anderem Umweltverbände in der Regel andere Lösungen wünschen, weiß Landrat Meißner und erläutert: Im Bereich Modschiedel wurden umfangreiche Maßnahmen zum Ausgleich des Landschaftseingriffs geplant und zum Teil bereits umgesetzt. Dazu zählen die Neuanlage von Lärchenhabitaten, die Pflanzung von Heckenstrukturen, die Herstellung artenreicher Wiesen und die Aufwertung von bestehenden Strukturen. Die vollständige Umsetzung dieser Maßnahmen ist bis Ende des Jahres geplant. Hier sind verschiedene Rahmenbedingungen – wie beispielsweise Pflanz- und Brutzeiten von Vögeln - zu beachten. 

„Die Natur ist wichtig und muss bei solchen Maßnahmen bestmöglich berücksichtigt werden, aber auch die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger müssen einen hohen Stellenwert haben. Hier haben wir hoffentlich für beide Seiten eine gute Lösung gefunden“, so Landrat Meißner. 

Neue Ziele
Ausruhen kann man sich jedoch nicht, betont der Landrat Meißner weiter. „Jetzt gilt es, in Wunkendorf die Arbeiten schnellstmöglich aufzunehmen und auch hier die erforderliche Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.“ Die Ortsumgehung ist ein erster wichtiger Teil des überregionalen Verkehrsnetzes mit den Staatsstraßen 2191 und 2190 und der Autobahnen A 70 Richtung Bayreuth und Bamberg. Nach Realisierung der Ortsumgehung Modschiedel soll nun im weiteren Verlauf die Ortsumgehung Wunkendorf vorangetrieben und der „Wohnsiger Berg“ verbessert werden. 

Eine offizielle Einweihung mit Segnung soll nach der endgültigen Fertigstellung erfolgen. Landrat Meißner und Kreisbauhofleiter Tremel appellieren: „Aufgrund der neuen Streckenführung bitten wir alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um besondere Aufmerksamkeit und wünschen ihnen allen eine sichere und unfallfreie Fahrt auf der neuen Straße.“ 

Beim Ortstermin in Modschiedel (v.re.): Landrat Christian Meißner, Abteilungsleiterin Kathrin Bullmann und der Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel.

Für mehr Verkehrssicherheit wird die Ortsumgehung von Modschiedel sorgen, die ab Montag, 14. Juni 2021, befahren werden kann. Über den Fortschritt der Arbeiten informierten sich (v.re.) Landrat Christian Meißner und die  Abteilungsleiterin Soziales, Jugend und Familie, Straßenverkehr, Tiefbau am Landratsamt, Kathrin Bullmann, bei einem Ortstermin mit dem Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer 

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