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Pressemitteilung 141-2019: P-Seminar sagt Dank


Gymnasiasten überreichen Foto-Collage und Preis an Landrat Christian Meißner und Michael Schulz von der Koinor Horst-Müller-Stiftung
 

LICHTENFELS. „Wir möchten uns ganz herzlich für die großzügige Unterstützung und Förderung für unser Projekt bedanken“, stellten die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „13 Führerscheine – 13 jüdische Schicksale“ des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels (MGL) am Dienstagvormittag im Landratsamt heraus. Im März waren sie vom Bayerischen Kultusministerium mit dem bayerischen P-Seminarpreis 2019 ausgezeichnet worden. Nun überreichten sie im Beisein ihres Seminarleiters Manfred Brösamle-Lambrecht und des MGL-Schulleiters Stefan Völker an Landrat Christian Meißner und Michael Schulz vom Stiftungsrat der Koinor Horst-Müller-Stiftung je eine Trophäe des Bayerischen P-Seminar-Preises und ein Collage als Dank und Erinnerung.

„Wir sind unglaublich stolz auf euch, was ihr mit eurem Projekt bewegt habt“, unterstrich Landrat Christian Meißner, der das P-Seminar im Jahr 2017 angeregt hatte. Die Koinor Horst-Müller-Stiftung habe das Projekt gerne gefördert, betonte Michael Schulz. Die Investition „hat sich hundertprozentig rentiert, wenn man sieht, was ihr daraus gemacht hat. Das war gut angelegtes Geld. Euer Projekt hat einen eigenen Marktwert“, lobte der Stiftungsrat. Die Stiftung habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Heimat lebenswert zu erhalten und die Region weiterzuentwickeln, erläuterte Schulz und appellierte an die Abiturienten: „Schön wäre es, wenn der ein oder andere von Euch nach Ausbildung oder Studium wieder hierher zurückkehrt. Wir brauchen solche engagierten Leute wie euch“.

Das Projekt war auf die Idee von Landrat Christian Meißner entstanden, als 2017 am Landratsamt Lichtenfels im Zuge der Digitalisierung der Verwaltung ein alter Umschlag mit Führerscheinen gefunden worden war, die man 1938 im Zuständigkeitsbereich des Bezirksamtes Lichtenfels jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern abgenommen hatte – teils bei deren Emigration, teils im Zusammenhang mit den Novemberpogromen. Das P-Seminar 2pg unter der Leitung von Studiendirektor Manfred Brösamle-Lambrecht begab sich auf Spurensuche und rekonstruierte in aufwändiger Recherche die Schicksale der Führerscheininhaberinnen und – inhaber.

Die Lebensgeschichten dokumentierten die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mit einer Ausstellung, die am 5. November 2018 eröffnet wurde und inzwischen in verschiedenen Schulen und Einrichtungen in Bayern zu sehen war. Inzwischen hat das Projekt nicht nur bundesweit, sondern international großes Interesse geweckt. Die Ausstellung wurde ins Englische und Spanische übersetzt und wird ab 22. Mai 2019 in White Plains, New York, zu sehen sein, wo das renommierte Holocaus & Human Rights Education Center sie in ihr Programm aufgenommen hat. In Buenos Aires wird sie voraussichtlich in der Pestalozzi-Schule gezeigt.

 

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Sagten Dank für die Unterstützung und Förderung: Ein Teil der Schülerinnen und Schüler des P-Seminars 2pg „13 Führerscheine – Dreizehn jüdische Schicksale“ überreichte gemeinsam mit Seminarleiter Manfred Brösamle-Lambrecht (re.) und MGL-Schulleiter Stefan Völker (2.v.li.) Foto-Collagen und je eine Trophäe des Bayerischen P-Seminar-Preises 2019 an Landrat Christian Meißner (4.v.re.) und Michael Schulz (4.v.li.) vom Stiftungsrat der Koinor Horst-Müller-Stiftung.    Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

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