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Pressemitteilung 065-2019: Die Fördermittel gehen aufs Haus!


Landkreis und Sparkasse informieren über sinnvolle Möglichkeiten der Gebäudesanierung / Vorträge zum Downloaden im Internet

LICHTENFELS. Klimaschutz und Klimawandel sind für viele Bürgerinnen und Bürger abstrakte Begriffe. Der Vortrag „Möglichkeiten zur energetischen Gebäudesanierung – Die Fördermittel gehen aufs Haus!“, der im Rahmen der Lichtenfelser Sonnentage am Donnerstag in der Sparkasse stattfand, weckte Verständnis dafür, dass die Sanierung seines Wohnhauses sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist. Nicht zuletzt kann man in vielen Fällen mit Geld vom Staat rechnen. Darüber hinaus führen energetische Sanierungen zu einer Wertsteigerung der Immobilie.

Rund 120 Zuhörer hatten sich zu der Veranstaltung im großen Vortragssaal eingefunden, um den Ausführungen der drei Fachreferenten zu folgen. Landrat Christian Meißner stellte in seiner Begrüßung die vielen Aktivitäten des Landkreises, die im Rahmen der „Lichtenfelser Sonnentage“ angeboten werden, heraus: ob 18 Energieberatungstage jährlich, Energieförderpreis, Aktionstag oder Vortragsveranstaltungen. „Wir informieren unsere Bürgerinnen und Bürger stetig, um Verständnis für den Klimaschutz zu wecken und sie dadurch zu motivieren, den Klimaschutz aktiv in den Alltag einzubinden.“, so Meißner.

Für das mittlerweile 20-jährige Engagement im Rahmen der „Sonnentage“ wurde der Landkreis Lichtenfels 2018 vom Bundesumweltministerium ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro wird u. a. für das aktuelle Fahrradhelmprojekt eingesetzt. „Jeder Helm, der zusammen mit einem Fahrrad gekauft wird, wird mit bis zu 50 Euro bezuschusst!“, stellte der Landrat nochmals heraus.

„Energiesparen fängt im Kopf an!“, war das Schlagwort von Dr. Viggo Weber von der Verbraucherzentrale Bayern. Man sollte zuerst das konkrete Ziel einer Gebäudesanierung ausloten, um feststellen zu können, was Sinn macht, so der Referent. Damit die gesetzlichen und technischen Mindestanforderungen, die an eine Sanierungsmaßnahme gestellt werden, eingehalten werden, sollte vorab ein zugelassener Energieberater um Hilfe gebeten werden. Bei Förderprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist dies auch zwingend erforderlich.

„Viele Menschen machen den fatalen Fehler, den Antrag erst nach der Fertigstellung der Baumaßnahme zu stellen!“, weiß Weber. Vielmehr müssen bei allen Förderprogrammen Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen - und dies in der Regel online - vor Maßnahmenbeginn beantragt werden. Die Fördermöglichkeiten sind breit gefächert: von Einzelmaßnahmen wie dem Einbau eines Brennwertkessels, der Erneuerung von Fenstern, dem Bau von Lüftungseinrichtungen, der neuen Dacheindeckung oder einer Fassaden- bzw. Kellerdämmung. Aber auch bei einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus gibt es hohe Fördermittelzusagen.

Jürgen Ramming von der Energieagentur Oberfranken zeigte auf, welche alternativen Heiztechniken es zu Gas- und Ölbrennwertgeräten gibt und welche Möglichkeiten der Heizungsoptimierung machbar sind. Standard sind mindestens Brennwertgeräte bei der Gas- und Ölnutzung. Auch die jährliche Wartung reduziere bereits den Energieverbrauch um rund fünf Prozent und jedes Grad Temperaturabsenkung in der Wohnung spart sechs Prozent Energie ein. Die Wärmeübergabe der Heizkörper darf nicht durch Einbauten, Verkleidungen, Möbel etc. behindert werden. Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass alle Zimmer gleichermaßen warm werden. „Die Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie ist ein sichtbares Zeichen für hohes Verantwortungs- und Umweltbewusstsein.“, stellt der Referent fest. „Solartechnik erzeugt ein positives Lebens- und Wohngefühl!“ Der Austausch alter Umwälzpumpen führt zur Stromeinsparung von 90 bis 95 Prozent.

Über die maßgeblichen Förderprogramme der KfW, die die Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen erschwinglich machen, berichtet Finanzberater Robert Fritz von der Sparkasse Coburg – Lichtenfels. Einzelmaßnahmen wie etwa die Erneuerung von Fenstern oder die Dämmung des Daches werden mit mindestens zehn Prozent bezuschusst. Aber auch die Darlehensvariante mit einem Zinssatz von lediglich 0,75 Prozent ist durchaus eine Alternative, wenn kein Eigenkapital eingesetzt werden soll. „Durch den Tilgungszuschuss für das Darlehen in Höhe von 7,5 Prozent muss deutlich weniger Geld zurückgezahlt werden als Darlehen aufgenommen wurde!“, so der Referent.

Abschließend wies Martin Dirauf vom Landratsamt auf dem Aktionstag „e³ - Energiewende vor Ort“ hin, der am Sonntag, 29. September, von 13 bis 17 Uhr in den Kommunen Altenkunstadt und Burgkunstadt stattfinden wird. Für diesen „Tag der offenen Tür“ werden innovative Vorzeigeobjekte gesucht. Die Hauseigentümer bzw. Anlagenbetreiber sollen die Besucher über ihre Beweggründe für die Sanierungsmaßnahme und ihre positiven Erfahrungen berichten. Nähere Infos sind im Landratsamt unter Tel. 09571/18354 erhältlich.

Die drei Vorträge stehen auf der Internetseite der Sonnentage unter „www.lichtenfelser-sonnentage.de“ zum Download zur Verfügung.

 

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Referent Dr. Viggo Weber (Bild) zeigte in einer interessanten Präsentation auf, welche Möglichkeiten Eigenheimbesitzer haben, ihr Wohnhaus energetisch zu sanieren. Zahlreiche Zuschuss- und Darlehensprogramme erleichtern die Finanzierung der Sanierung, die sich oftmals in wenigen Jahren bezahlt machen. Sein Vortrag sowie die Präsentationen der weiteren Referenten können über die Homepage der „Sonnentage“ unter www.lichtenfelser-sonnentage.de abgerufen werden. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Martin Dirauf


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Der Vortragssaal der Sparkasse Coburg - Lichtenfels war mit rund 120 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern gut gefüllt. Die Informationen zum Thema „Möglichkeiten zur energetischen Gebäudesanierung – Die Fördermittel gehen aufs Haus!“ reichten von Einzelmaßnahmen wie Erneuerung von Fenstern und Eingangstüren, der Dachdämmung, der Fassadenerneuerung bis hin zu den unterschiedlichen Heizungssystemen. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Martin Dirauf

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