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Pressemitteilung 017-2019: Weichen für mehr Bio und Regionalität stellen


Landkreis Lichtenfels und vier Kommunen aus dem Landkreis Bamberg bewerben sich als Öko-Modellregion Obermain-Jura – Konzept vorgestellt und unterzeichnet

LICHTENFELS. Regionalität, Nachhaltigkeit und Bio-Lebensmittel sind im wahrsten Sinn des Wortes in aller Munde. Discounter und der Handel sind längst auf diesen Zug aufgesprungen. Aber wie kann die regionale Landwirtschaft, wie können Natur und Landschaft, und wie können letztlich die Menschen in unserer Region tatsächlich davon profitieren? Ein Instrument dazu soll die „Öko-Modellregion Obermain-Jura“ sein.

Als solche bewirbt sich der Landkreis Lichtenfels mit den vier angrenzenden Kommunen des Landkreises Bamberg - Wattendorf, Scheßlitz, Zapfendorf, Rattelsdorf - beim Wettbewerb „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“. Am Dienstagnachmittag wurde im Landratsamt Lichtenfels das Bewerbungskonzept unterzeichnet. Der Kreisausschuss hatte der Bewerbung in der Dezembersitzung zugestimmt.

Bisher gibt es bayernweit nur zwölf solcher Öko-Modellregionen, in Oberfranken noch keine. Nun suchte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten per Wettbewerb weitere sechs. Das Bewerbungskonzept ist bis Ende Januar vorzulegen. In der 1. Wettbewerbsphase im August 2018 hatten bereits rund 30 Regionen ihr Interesse bekundet. Die Konkurrenz ist also groß.

Neue Impulse setzen

„Mit diesem Prädikat könnten wir in vielerlei neue Hinsicht neue Impulse setzen und ein weiteres Alleinstellungsmerkmal unseres Landkreises schaffen“, meinte Landrat Christian Meißner bei der Unterzeichnung des Konzepts: „Es wäre auch ein Instrument, im Landkreis die regionale, saisonale und ökologische Erzeugung zu fördern.“ Der Landrat zeigte sich erfreut, dass die Bewerbung auf breite Zustimmung gestoßen und auch im Kreisausschuss einstimmig beschlossen worden war.

Die Trägerschaft würde bei erfolgreicher Bewerbung der Landkreis mit seiner Umweltstation in Weismain übernehmen. Michael Stromer, der Leiter der Einrichtung, war es auch, der das Bewerbungskonzept zusammen mit dem Initiator Bernhard Storath, Erster Bürgermeister der Gemeinde Ebensfeld, Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes und selbst seit vielen Jahren Biobauer, ausgearbeitet hat.

Das Gebiet der möglichen Öko-Modellregion erstreckt sich auf den Landkreis Lichtenfels und die vier angrenzenden Gemeinden des Landkreises Bamberg. Die Ziele des Projektes sind anspruchsvoll: Die Verknüpfung von Ökologie, Ökonomie und Regionalität soll sich niederschlagen in einem „Mehr“ an Bio-Produkten aus der Region, in einer besseren Vernetzung von Erzeugern, Verarbeitern und Verbrauchern, in der Etablierung von regionalen Bioprodukten in der Gastronomie und in Großküchen, in einem leichteren Zugang für Privathaushalte zu regionalem und ökologisch erzeugtem Gemüse, Obst und Fleisch. Als mögliche Projekte werden in dem Bewerbungskonzept deshalb beispielsweise genannt: Die Einführung eines mobilen Bio-Regio-Ladens, die Gründung einer Erzeugergemeinschaft für regionales Bio-Gemüse ähnlich dem Modell einer solidarischen Landwirtschaft, die Biozertifizierung von Streuobst-Beständen oder die Unterstützung von Sonderkulturen und Sondergemüse als zweites Standbein für Nebenerwerbslandwirte.

Gute Basis

Die Landwirtschaft in der Region ist weitestgehend noch bäuerlich, also als Familienbetriebe, organisiert. Das sei eine gute Basis für eine „Öko-Modellregion“, findet Landrat Christian Meißner, der auch die Querbezüge zur „Gesundheitsregion“ und zur touristischen Weiterentwicklung der Region sieht. Beim Anteil der Biobetriebe und der ökologisch bewirtschafteten Flächen  an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche liegt die Region hinter den Zahlen Bayerns zurück. Die Initiatoren sind sich sicher, dass in der Region viel Potenzial steckt. Bei erfolgreicher Bewerbung winkt neben der staatlichen Anerkennung eine Förderung seitens des Landwirtschaftsministeriums von 75%  auf eventuell anfallende Personalkosten.

 

017 - 2019_01_22_PM Bewerbung Öko-Modellregion

Bei der Unterzeichnung des Bewerbungskonzepts für die Öko-Modellregion Obermain-Jura im Landratsamt: (vorne) Landrat Christian Meißner mit dem Leiter der Umweltstation Weismain, Michael Stromer, (hinten, v.li.) dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Michael Bienlein, dem Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg, Landwirtschaftsdirektor Harald Weber, Regionalkoordinatorin Andrea Musiol, dem Geschäftsführer der Bildungshäuser Vierzehnheiligen, Raimund Hümmer, dem Ebensfelder Bürgermeister Bernhard Storath sowie Biolandwirt und Direktvermarkter Klaus Gründel.
Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

 

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