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Pressemitteilung 363: Wenn der Biberdamm für Überflutung sorgt…


... hilft eine fachgerechte Drainage zur Entwässerung – Untere Naturschutzbehörde und Biberberater schulen Bauhofmitarbeiter und Kreisgärtner

LICHTENFELS/PRÄCHTING. Der Biber ist mittlerweile fast im ganzen Kreisgebiet heimisch. Wenn der Biber Dämme baut, gestaltet er eine abwechslungsreiche Landschaft. „Das wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf Artenvielfalt, Grundwasserhaushalt, Gewässerqualität und Hochwasserschutz aus“, erläutern die Naturschutzfachkräfte des Landratsamtes Lichtenfels, Thomas Fischer und Johanna Berels. Doch bringen die von ihm aufgeschichteten Dämme auch mancherorts Probleme mit sich – beispielsweise, wenn das Wasser so aufgestaut wird, dass es zu großflächigen Überschwemmungen kommt. Eine Lösung, die allen Seiten gerecht wird, kann in so einem Fall eine fachgerechte Drainage sein.

Wie eine solche angelegt wird, vermittelten die Naturschutzfachkräfte gemeinsam mit dem Biberberater für Nordbayern, Horst Schwemmer, bei einem Seminar am Dienstag am Kellbach zwischen Prächting und Ebensfeld. Je zwei Mitarbeiter des Kreisbauhofs Lichtenfels, der Bauhöfe der Stadt Lichtenfels und der Marktgemeinde Ebensfeld sowie zwei Kreisgärtner legten da Hand an, wo der Biber fleißig Holz und Äste kunstvoll zu einem Damm geschichtet und damit für einen großflächigen Rückstau des Bachwassers gesorgt hatte.

Metallgitter zum Schutz vor Verstopfung

Die Schulungsteilnehmer ein mehrere Meter brachten langes Kunststoffrohr ein, dessen Zulauf mit einem Metallzaun aus Baustahlmatten vor Verstopfung geschützt wurde, sodass das Wasser nun wieder problemlos abfließen kann. „Eine Dammdrainage bietet eine gute Möglichkeit, den Gewässerstand dauerhaft zu regulieren, ohne dass ein Biberdamm kontinuierlich abgetragen werden muss“, erläutern Johanna Berels und Thomas Fischer.

Der Wasserstand hinter dem Damm werde so reguliert, dass Schäden bei anliegenden Landnutzern durch Einstau und Vernässung vermieden werden. Die Rückstauhöhe werde nicht mehr vom Biberdamm, sondern von der Einlaufhöhe der Rohre bestimmt. Wichtig sei vor allem auch, dass dem Biber ausreichend Wassertiefe belassen werde.

„Ökologisch extrem wertvoll“

„Das Biberrevier am Kellbach zwischen Prächting und Ebensfeld hat sich im Lauf der vergangenen Jahre zu einem der schönsten im Landkreis entwickelt“, stellt Johanna Berels fest. Biberberater Horst Schwemmer ergänzt, es sei „ökologisch extrem wertvoll“, der Biber leiste hier einen wichtigen Beitrag zu Artenschutz und –vielfalt.

Dank ihm hätten sich entlang  des Kellbachs ein Rückzugsort für viele Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Deswegen sei es auch der Unteren Naturschutzbehörde ein Anliegen, hier stets Lösungen im Einklang von Natur und Mensch zu schaffen und Beteiligte entsprechend zu schulen.

Da sich auch an zahlreichen anderen Flüssen und Bächen im Landkreis Biber angesiedelt haben, soll in naher Zukunft eine weitere Schulung zum Bau von Damm-Drainagen erfolgen– dann für die Gemeinden im östlichen Landkreis. Ort und Datum werden rechtzeitig bekanntgegeben.

 

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Je zwei Mitarbeiter der Bauhöfe Ebensfeld und Lichtenfels sowie des Kreisbauhofs und die zwei Kreisgärtner nahmen an der Schulung zum Bau einer Biberdamm-Drainage teil. Fachwissen vermittelten Die Naturschutzfachkräfte des Lichtenfelser Landratsamtes, Thomas Fischer und Johanna Berels, sowie der Biberberater für Nordbayern, Horst Schwemmer. Foto: Landratsamt Lichtenfels/ Heidi Bauer

 

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Eine Dammdrainage bietet eine gute Möglichkeit, den Gewässerstand dauerhaft zu regulieren, ohne dass ein Biberdamm kontinuierlich abgetragen werden muss“, erläutern Johanna Berels und Thomas Fischer von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Lichtenfels. Foto: Landratsamt Lichtenfels / Johanna Berels


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Ein Metallgitter aus Baustahlmatten um den Zulauf der Drainage schützt vor Verstopfung. Foto: Landratsamt Lichtenfels / Johanna Berels

 

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