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Pressemitteilung 355: Mit rund 900 Tonnen für Schnee und Eis gewappnet


Kreisbauhof versieht Winterdienst auf 228 Kilometern Kreis- und Gemeindestraßen – Rufbereitschaft von 2.30 bis 21 Uhr im Schichtwechsel

LICHTENFELS. Auch wenn der Sommer 2018 etwas länger blieb wie andere, war es Mitte November endgültig vorbei mit den milden Temperaturen: Der erste Schnee und überfrierende Nässe riefen den Winterdienst des Kreisbauhofs Lichtenfels in Bad Staffelstein auf den Plan. Kalt erwischt haben ihn das frostige Wetter jedoch nicht, denn seit Wochen wurden die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit getroffen, informieren der Leiter des Kreisbauhofs Heiko Tremel und sein Stellvertreter Franz Winkler.

Am 17. November waren die Fahrzeuge des Kreisbauhofs des Landkreises Lichtenfels erstmals unterwegs. Der Kreisbauhof Bad Staffelstein ist zuständig für die Kreisstraßen im Landkreis Lichtenfels sowie Teilstrecken von Gemeindeverbindungsstraßen: Betreut werden insgesamt 228 Kilometer, davon 175,32 Kilometer Kreis- und 52,58 Kilometer Gemeindeverbindungsstraßen. Die Einsatzzeit bzw. Rufbereitschaft der Fahrer geht von 2.30 bis 21 Uhr im Schichtwechsel.

Dabei ist der Landkreis in sechs Streubezirke eingeteilt, um das Flächennetz der Straßen abzudecken. Ausgestattet ist der Kreisbauhof mit vier Räumfahrzeugen (Lkws und Unimogs) sowie zwei Fremdfahrzeugen (Lkws) sowie einem Multicar für Geh- und Radwege, erläutern Heiko Tremel und Franz Winkler. Die Fahrzeuge in den Räum- und Streubezirken I bis VI sind zur Auswertung mit elektronischer Datenerfassung SDM-GPS ausgestattet.

Bereits im Sommer wurde die Salzhalle in Bad Staffelstein mit insgesamt rund 900 Tonnen Streusalz befüllt. Im Winter erfolgen die Nachlieferungen in der Regel innerhalb von 72 Stunden nach Bestellung, erklärt Heiko Tremel. Durch die Anschaffung eines Salzsilos für den Kreisbauhof konnten die Nachladezeit erheblich reduziert und die Sicherheit für die Mitarbeiter erhöht werden. So können die Winterdienstfahrzeuge bei anhaltenden Schneefällen schneller wieder auf ihre Einsatzstrecke zurückkehren.

Der Kreisbauhof fährt mit Feuchtsalz „FS 30“, lässt der Bauhofleiter weiter wissen. Auf den Fahrzeugen des Kreisbauhofes befindet sich in großen Behältern das trockene Streusalz. Seitlich sind die Behälter mit einer Salz-Wasser-Mischung genannt Sole angebracht. Das Trockensalz wird dann beim Ausbringen mit Sole besprüht, sodass es sofort auf der Fahrbahn haften bleibt und seine Wirkung einsetzen kann. Die Mischung des Salzes mit der Sole erfolgt im Verhältnis 70% Trockensalz und 30% Sole, klärt Tremel auf.

Als Vorteile von Feuchtsalz führt er an:
– Durch den Fahrtwind oder auch Windböen würde das Streusalz nicht lange auf der Fahrbahn liegen. Feuchtsalz verbessert die Haftung und das Streusalz bleibt so auf der Straße
– Die Anfeuchtung sorge für ein gutes Streubild.
– Die Tauwirkung (Flächentauwirkung) sei schneller,
– der Salzverbrauch geringer.

Die vom Winterdienst angestrebte „Befahrbarkeit“ der Straßen schließt Schneereste auf der Fahrbahn oder bei länger andauernden Schneefällen, auch eine geschlossene Schneedecke mit ein, stellt der Kreisbauhofleiter klar. Mit stellenweiser Glätte oder örtlich begrenzten Schneeverwehungen müsse ebenfalls gerechnet werden. Das könne nicht immer ausgeschlossen werden. Der Bauhof des Landkreises sei wie in den vergangenen Jahren auch 2018 bestrebt, die Verkehrssicherheit auf den Kreisstraßen bestmöglich zu gewährleisten, unterstreichen Heiko Tremel und Franz Winkler.

Bei aller Vorsorge und Bemühungen der Winterdienste gehe es letztendlich nicht ohne Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger, betonen der Kreisbaufhofleiter und sein Stellvertreter. Dazu gehöre die wintertaugliche Ausrüstung der Fahrzeuge, eine angepasste Fahrweise an die winterlichen Straßenverhältnisse, auch dann, wenn sich die Fahrbahn augenscheinlich in einem guten Zustand (nicht glatt) befindet. Die Einplanung von längeren Fahrzeiten bei Glätte und Schnee sei empfehlenswert.

Heiko Tremel und Franz Winkler wörtlich: „Der Landkreis Lichtenfels hofft mit den getroffenen Maßnahmen bestmöglich auf den kommenden Winter vorbereitet zu sein. Wir bitten um gegenseitige Rücksichtnahme und wünschen Ihnen allzeit eine gute und unfallfreie Fahrt durch den kommenden Winter.“

 

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In diesem Jahr hatte der Kreisbauhof seinen ersten Winterdiensteinsatz rund drei Wochen später als in den Vorjahren.
Foto: Kreisbauhof Lichtenfels

 

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Bereits im Sommer wurde die Salzhalle in Bad Staffelstein mit insgesamt rund 900 Tonnen Streusalz befüllt. Im Winter erfolgen die Nachlieferungen in der Regel innerhalb von 72 Stunden nach Bestellung. Foto: Kreisbauhof Lichtenfels

 

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Kreisbauhof fährt mit Feuchtsalz „FS 30“. Auf den Fahrzeugen befindet sich in großen Behältern das trockene Streusalz. Seitlich sind die Behälter mit einer Salz-Wasser-Mischung genannt Sole angebracht. Das Trockensalz wird dann beim Ausbringen mit Sole besprüht, sodass es sofort auf der Fahrbahn haften bleibt und seine Wirkung einsetzen kann. Foto: Kreisbauhof Lichtenfels

 

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Vor Ort im Kreisbauhof werden die Fahrzeuge des Winterdienstes mit Sole betankt. Foto: Kreisbauhof Lichtenfels

 

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