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Pressemitteilung 158: Ergebnisse der Wasserkontrollen ab sofort online


Sachgebiet Gesundheit nimmt regelmäßig Proben in Badegewässern und Freibädern – Werte auf der Homepage einsehbar - Unterschied zwischen Wasserqualität und Gewässergüte

LICHTENFELS. Neun Badegewässer und zwei Freibäder locken im Landkreis an heißen Sommertagen zur Erfrischung im kühlen Nass. Damit die Badegäste bedenkenlos in die Fluten steigen können, nimmt das Sachgebiet Gesundheit am Landratsamt regelmäßige Kontrollen vor und nimmt Proben.

Nach der Auswertung durch das Landesamt werden die Befunde den Betreibern der Badeanstalten mitgeteilt und die Öffentlichkeit  über das Internet informiert. Sollten die Proben wider Erwarten zu beanstanden sein, erfolgt eine umgehende erneute Beprobung. Die Ergebnisse der Wasserkontrollen der Badeseen können ab sofort auf der Homepage des Landratsamtes www.landkreis-lichtenfels.de abgerufen werden.

„Die insgesamt elf Gewässer – Badeseen und Freibäder werden aus infektionshygienischer Sicht überprüft“, erläutert Hygienekontrolleur Heiko Stedler vom Sachgebiet Gesundheit des Landratsamtes. Er stellt dabei klar, worin der Unterschied zwischen Wasserqualität und Gewässerqualität besteht: „Trotz schlechter Gewässergute kann in einem Gewässer eine gute Wasserqualität vorliegen, sodass darin bedenkenlos gebadet werden kann.

Der Hygienekontrolleur erläutert wörtlich: „Die Wasserqualität, die wir bei Badegewässern überprüfen, steht im Zusammenhang mit dem Schutz der Badenden vor Infektionen. Hierbei geht es vor allem um (Magen-Darm)Erkrankungen, die durch sogenannte Fäkalkeime (Escherichia coli, Enterokokken) hervorgerufen werden. Dazu werden mikrobiologische Untersuchungen auf die genannten Keime durchgeführt. Je nach Höhe der nachgewiesenen Anzahl an Fäkalkeimen wird die Wasserqualität klassifiziert (ausgezeichnete, gute und ausreichende Wasserqualität). Einträge für Fäkalkeime können sein: Abschwemmungen von landwirtschaftlichen Nutzflächen (Gülle), Belastungen von Fließgewässern, wenn eine Verbindung zum Badegewässer besteht und der Eintrag durch Wasservögel.“

Stedler weiter: „Der Fokus bei den Beprobungen des Sachgebiets Gesundheit am Landratsamt liegt deshalb bei der Mikrobiologie, weil Erkrankungen durch Fäkalkeime bereits bei einmaliger beziehungsweise kurzzeitiger Exposition auftreten können. Eine Untersuchung auf chemische Parameter wie erhöhte Nitratwerte erfolgt in der Regel bei unseren Beprobungen nicht. Eine Gesundheitsgefährdung für Badende durch chemische Stoffe, wie beispielsweise erhöhte Nitartwerte, setzt nämlich eine längere und regelmäßige Exposition voraus. Nur bei einer sichtbaren oder bekannten Verunreinigung eines Badegewässers mit chemischen Stoffen (wie Ölfilm auf dem Gewässer) würden wir diese gezielt untersuchen.“

Im Unterschied dazu überprüfen die Wasserwirtschaftsämter die Gewässerqualität vor allem in Fließgewässern. „Hierbei geht es auch um die ökologischen Verhältnisse in einem Gewässer. Bei diesen Beprobungen wird der Fokus auf chemische Parameter, wie Nitrat und Phosphor, gerichtet“, erläutert Heiko Stedler weiter. „Gerade die zwei Parameter sind Indikatoren für den Nährstoffeintrag (Düngung) in ein Gewässer, von dem auch das Algenwachstum abhängig ist.“

Beim Algenwachstum gebe es dann Berührungspunkte, „denn mitunter können bei einer Algenblüte auch Blaualgen wachsen, die gegebenenfalls durch ihre Mikrocystine (Cyanobakterien) wieder zu einer Gesundheitsgefährdung führen können“, erklärt der Hygienekontrolleur weiter. „Deshalb bestimmen wir bei unseren Beprobungen auch die Sichttiefe: Liegt diese unter einem Meter entnehmen wir Wasserproben zur Algenbestimmung (Gattung). Aussagen zur Anfälligkeit eines Badegewässers für ein vermehrtes Algenwachstum werden in den Badegewässerprofilen (erforderlich für EU-Badegewässer) getroffen. Diese sind bei auf der Homepage des Landkreises Lichtenfels im Internet hinterlegt und einsehbar. Die Badegewässerprofile werden alle vier Jahre in Zusammenarbeit vom Gesundheitsamt und dem WWA aktualisiert.“

 

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