Schriftgröße AAA

Themen / Inhalt

Pressemitteilung 157: Erster Netzbericht liegt vor


Viel Arbeit zur Beseitigung der Funklöcher im Landkreis Lichtenfels

LICHTENFELS. Seit dem 1. März 2018 wurde im Landkreis Lichtenfels mit Hilfe der Müllfahrzeuge, die mit Handy-Messtaschen ausgerüstet sind, überprüft, wo und bei welchem Mobilfunkanbieter Funklöcher bestehen. Über dieses bundesweit einmalige Pilotprojekt wurde in den Medien ausführlich berichtet. Nun liegt der erste Netzbericht der schwedischen Firma IQMTEL vor. Von ihr stammt die Softwarelösung für die Erfassung der „Problemzonen“. Auf rund 1.800 Seiten werden die erfassten Messergebnisse detailliert aufgelistet.

„Diese Arbeit ist ein wichtiger Baustein für die Verbesserung der Funknetze im Landkreisgebiet“, betont Landrat Christian Meißner. Beim ersten Informationsaustausch Mitte Mai zwischen ihm, den heimischen Bürgermeistern und den Mobilfunkanbietern von Telekom, Vodafone und Telefonica dienten diese Ergebnisse als Diskussionsgrundlage. Präsentiert wurde die Auswertung von Björn Meschenmoser, Deutschlandrepräsentant des schwedischen Dienstleisters.

Kai Fischer und Erwin Walch von der Deutschen Telekom informierten über die Planungen ihres Unternehmens im Landkreis Lichtenfels. Demnach sind zusätzlich zu den bestehenden mehrere neue Mobilfunkstandorte vorgesehen. Die Telekom betreibt sowohl Verbesserungen für bestehende Kunden und gleichzeitig eine Reihe von Neubau-Aktivitäten in schlecht oder unversorgten Gebieten.

Christian Schilling als Vertreter der Vodafone GmbH wies darauf hin, dass Vodafone in den vergangenen Monaten in Lichtenfels und Bad Staffelstein bereits zwei Standorte mit LTE ausgestattet und einen Neubau mit allen Technologien realisiert hat. Der Neubau von Masten sei immer sowohl eine technische als auch eine finanzielle Herausforderung.

Vor allem die Mobilfunkstandorte in abgelegenen Waldgebieten, die eine verbesserte Versorgung bringen können, seien aufgrund der weiten Zuleitungen besonders komplex umzusetzen.

Alle drei Vertreter sprachen den Ausbau der Netze im Rahmen der Eigenwirtschaftlichkeit an. Thomas Lichtenberger von Telefonica Deutschland führte dazu aus, dass zunächst die Erfüllung der Versorgungsauflagen aus der letzten Frequenzversteigerung bei jedem Netzausbau Vorrang hat. Darüber hinaus stehen die Anpassungen an die sich laufend ändernden Bedürfnisse der Kunden im Fokus. Für den Vertreter des Mobilfunkanbieters Telefonica steht die Beseitigung von Problemfällen  an Priorität drei.

Die Bürgermeister bzw. deren Vertreter verfolgten die Ausführungen mit Interesse, da sich dadurch auch die eine oder andere Frage erledigt hat. Im Zusammenhang mit dem geplanten Förderprogramm des Bayerischen Wirtschaftsministeriums konnten die Rathauschefs mitnehmen, dass es derzeit sehr wohl Sinn macht, die Mobilfunklöcher in ihren Kommunen anzugehen und quasi als „Schubladenprojekte“ vorzubereiten, um dann bei Vorlage des Förderprogramms - voraussichtlich im Herbst dieses Jahres – zügig in die Beantragung einsteigen zu können. Aktuell sind die Rathäuser gebeten, die identifizierten Mobilfunklöcher, wie sie im Netzbericht niedergelegt sind, auszuwerten und mögliche Mobilfunkstandorte vorzuschlagen.

Landrat Christian Meißner als Initiator des Treffens dankte allen Beteiligten für die konstruktive Diskussion und den sachlichen Austausch. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Lösung der Mobilfunklochproblematik nur im Konsens und nicht durch Konfrontation gelöst werden kann. Als Landkreis nehmen wir gerne die Mittlerfunktion zwischen Mobilfunkanbietern und Rathäusern wahr. Als wichtige Diskussionsgrundlage stellen wir daher allen Beteiligten gerne die Ergebnisse unserer Messungen zur Verfügung. Was wir allerdings nicht leisten können, ist die Debatte in den Kommunen vor Ort über künftige oder zusätzliche Mobilfunkstandorte“, betonte Landrat Meißner am Ende der Veranstaltung.

157 - 2018_05_23_Treffen mit Mobilfunkanbietern

Nur im Konsens zwischen Mobilfunkanbietern und Rathäusern lassen sich neue und bessere Mobilfunkstandorte finden. Der Landkreis startete Mitte Mai seine Mittlertätigkeit beim Treffen im Landratsamt. Foto: Landratsamt/ Heidi Bauer

 

Ansprechpartner / Kontakt

Landratsamt Lichtenfels
Anschrift
Landratsamt Lichtenfels
Kronacher Str. 28-30
96215 Lichtenfels
Kontakt
Tel.: 09571 / 18-0
Fax: 09571 / 18-300
E-Mail Kontaktformular Öffnungszeiten
Beim Zugriff auf dieses Internetangebot werden von uns Cookies (kleine Dateien) auf Ihrer Festplatte abgespeichert. Wir verwenden diese ausschließlich dazu, Sie bei diesem und weiteren Besuchen unserer Internetseite zu identifizieren.
Die meisten Browser sind so eingestellt, dass sie die Verwendung von Cookies akzeptieren, diese Funktion kann aber durch die Einstellung Ihres Internetbrowsers von Ihnen für die laufende Sitzung oder dauerhaft abgeschaltet werden.
Weitere Informationen zum Thema DatenschutzOK