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Pressemitteilung 052: Landkreis und Sparkasse informieren über sinnvolle Maßnahmen bei der Heizungsmodernisierung


140 Zuhörer erhielten wichtige Tipps / Vorträge als Download

Riesigen Zuspruch fand der Vortrag „Sinnvolle Sanierung von Heizungsanlagen in Wohngebäuden“, den der Landkreis Lichtenfels zusammen mit der Sparkasse Coburg - Lichtenfels initiiert hat. Neue Heizungstechnologien und zahlreiche Zuschuss- und Darlehensprogramme bieten Hausbesitzern gute Möglichkeiten zur Energieeinsparung und somit zur Heizkostensenkung. Über 140 Zuhörer fanden sich im großen Vortragssaal der Sparkasse in Lichtenfels ein, um den Ausführungen der drei Fachreferenten zu folgen.

Mehr als 1.400 geförderte Anlagen im Landkreis seit 2009
Landrat Christian Meißner machte in seiner Begrüßung deutlich, dass viele Heizungsanlagen ineffizient arbeiten und ihren Besitzer unnötig hohe Heizkosten bescheren. Durch den Einbau neuer Heizungstechnologien profitiert nicht nur der Hauseigentümer, sondern auch der Handwerker vor Ort. Dies führt zu einer Stärkung des Landkreises und der Region. Erfreut zeigte er sich, dass die Landkreisbürger zwischen 2009 und 2016 insgesamt 836 Solarkollektoranlagen, 471 Biomasseanlagen und 111 Wärmepumpenanlagen eingebaut haben, die mit Zuschüssen gefördert wurden. Sparkassendirektor Roland Vogel stellte fest, dass auch die Sparkasse Coburg – Lichtenfels ökologisch orientiert ist und eine Hackschnitzelanlage auf dem Gelände in Lichtenfels betreibt.

Steht eine Haussanierung an?
„In der Regel wird vergessen, den Strahlungsverlust zu berücksichtigen!“ so Referent Thomas Alberth von der Fa. Buderus aus Kulmbach, wenn Maßnahmen zur Heizungsoptimierung überlegt werden. „Zusammen mit dem Abgasverlust, der vom Kaminkehrer überprüft wird, können bei Altanlagen schnell 20 bis 30 % Verluste auftreten.“ Vor dem Heizungstausch sollte auch überlegt werden, ob demnächst eine Haussanierung mit Fassadendämmung und Fenstererneuerung ansteht. Sollte dies der Fall sein, könnte die Leistung der Heizungsanlage deutlich geringer ausfallen. „Nichtdestotrotz ist der Heizungstausch die effektivste Einzelmaßnahme!“, versicherte der Redner. Auch kann die Kombination mit Solar oder einem wassergeführten Kaminofen sinnvoll sein.
Seit 2016 müssen Heizungsanlagen mit einem Energieeffizienzlabel gekennzeichnet werden. Während Öl- und Gasbrennwertkessel mit „A“ bewertet werden, werden Sole-Wasser-Wärmepumpen mit „A++“ gekennzeichnet und sind somit viel effektiver. Die Wirtschaftlichkeit ist jedoch hier beim Einbau in ein Bestandsgebäude zu hinterfragen, da Heizkörper im Winter Vorlauftemperaturen von 60 bis 70 °C benötigen, um das Haus warm zu bekommen. Öl- und Gasbrennwertkessel besitzen aufgrund der niedrigen Abgastemperatur ein Abgassystem aus Kunststoff und sind aufgrund der stufenlosen Leistungsregelung verschleißarm.

Förderungen sind einkommensunabhängig
„Die Finanzierung von neuen Heizungsanlagen zur energetischen Sanierung an Gebäuden wird durch staatliche Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erleichtert!“, betont Finanzberater Robert Fritz von der Sparkasse Coburg - Lichtenfels. Ob ein Zuschuss oder ein zinsgünstiges Darlehen ab 0,75 % effektiven Zinssatz - die Förderungen sind einkommensunabhängig. Je mehr am Gebäude saniert wird, desto höher ist der Zuschuss. Auch ein Tilgungszuschuss beim Darlehensprogramm führt zu einer deutlichen Erleichterung der Finanzierung. „Grundsätzlich sollte vor der Auftragserteilung an den Heizungsbauer die Förderung abgeklärt werden, um keine staatliche Unterstützung zu verschenken!“, so der Referent abschließend.

Hydraulischen Abgleich vornehmen
„Alte Heizungspumpen sind große Stromfresser und verursachen in einem Einfamilienhaus bis zu 150 Euro Kosten!“, versucht Jürgen Ramming von der Energieagentur Oberfranken das Einsparpotential von hocheffizienten Umwälzpumpen gegenüber herkömmlichen, meist überdimensionierten Pumpen darzustellen. Hier wären jährlich lediglich etwa 25 Euro zu veranschlagen. Darüber hinaus sei es wichtig, den hydraulischen Abgleich vorzunehmen, damit alle Heizkörper im Gebäude gleichmäßig warm werden. Ramming brachte die Maßnahme zur Einstellung des Heizsystem auf den Punkt: „Die richtige Wassermenge zur richtigen Zeit am richtigen Ort!“. Hocheffiziente Umwälzpumpen, Warmwasser-Zirkulationspumpen und der hydraulischer Abgleich bei bestehenden Heizsystemen werden mit einem Zuschuss von 30 % der Investitionskosten gefördert. Darüber hinaus führt die Reduzierung der Raumtemperatur um 1 °C zu 6 % Energieersparnis. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Thermostatventile nicht durch Vorhänge, Einbauten und Verkleidungen verdeckt werden.

Lichtenfelser Sonnentage am 8. Juli
Landrat Christian Meißner meinte, dass bei den „20. Lichtenfelser Sonnentagen“, die am Samstag, 8. Juli 2017, auf dem Gelände des Landratsamtes stattfinden werden, viele Heizungsanlagen besichtigt werden können. „Bitte informieren auch Sie sich bei den Sonnentagen!“, so der Landrat. 
Die drei Vorträge dieses Abends stehen auf der Internetseite der Sonnentage unter „www.lichtenfelser-sonnentage.de“ und auf der Homepage der Sparkasse Lichtenfels - Coburg zum Download zur Verfügung.


052 - 2017_02_23_PM_Vortrag Heizungsmodernisierung am 21.02.2017- Alberth

Referent Thomas Alberth (Bild) zeigte in einer interessanten Präsentation auf, wie Eigenheimbesitzer durch den Tausch einer in die Jahre gekommene Heizungsanlage ihre Energiekosten effektiv, nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll senken können. Der Vortrag sowie die Präsentationen der weiteren Referenten Robert Fritz und Jürgen Ramming können unter www.lichtenfelser-sonnentage.de oder über die Homepage der Sparkasse Lichtenfels - Coburg abgerufen werden.

052 - 2017_02_23_PM_Vortrag Heizungsmodernisierung am 21.02.2017-Zuschauer

Der Vortragssaal der Sparkasse Coburg - Lichtenfels konnte die rund 140 interessierten Hauseigentümer fast nicht aufnehmen. Die Veranstaltung „Sinnvolle Sanierung von Heizungsanlagen in Wohngebäuden“ im Rahmen der Lichtenfels er Sonnentage fand großen Interesse.

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