LICHTENFELS (30.07.2025). Wie lange darf ich mich mit Freunden draußen treffen? Wie lasse ich mich von Werbung beeinflussen? Ist mein Handykonsum noch Gewohnheit oder habe ich hier schon eine Suchtgefahr? Wie kann ich den Wahrheitsgehalt von Informationen in den sozialen Medien überprüfen? Das alles waren Fragen, die über 300 Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe eine Woche lang im Jugendzentrum Lichtenfels in Kleingruppen im Rahmen des Jugendschutzparcours „stop&go“ intensiv besprochen und Antworten dafür gesucht haben.
In diesem Jahr folgten die Mittelschule Altenkunstadt, die Adam-Riese Schule Bad Staffelstein, die Herzog-Otto Mittelschule Lichtenfels, die Albert-Blankertz-Schule Redwitz sowie die Private Wirtschaftsschule, die St.-Katharina Schule und das Meranier-Gymnasium aus Lichtenfels der Einladung des Erzieherischen Jugendschutzes des Landkreises Lichtenfels den Jugendschutzparcours stop & go zu besuchen und verbrachten einen Vormittag im Jugendzentrum.
Mit vier Stationen zu verschiedenen Kernthemen des Jugendschutzes bot die Ausstellung umfassende Informationen und Anregungen zu weiterführenden Gesprächen.
Die Besucherinnen und Besucher informierten sich an der ersten Station „Jugendschutzgesetz“ über die gesetzlichen Bestimmungen und diskutierten rege über Ausgehzeiten und Konsum von Alkohol und Rauchwaren. Es wurde aber auch gesammelt, welche Angebote und Einrichtungen, die ein Teil des strukturellen Jugendschutzes sind, es für Kinder und Jugendliche in den einzelnen Landkreiskommunen gibt.
Bei der Station „Sucht“ trugen die Schülerinnen und Schüler anfangs gemeinsam ihr Wissen über Suchtstoffe und -arten zusammen. Anschließend wurde anhand der Suchtstraße überlegt, wie sich eine Sucht entwickelt und wie ein Ausstieg aus der Sucht gelingen kann. Abschließend galt es verschiedene Aussagen aus dem Suchtbereich auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und diese zu diskutieren.
Auch bei der dritten Station ging es um Wahrheit oder Lüge. Diese Station stellte im Rahmen des Jugendmedienschutzes die Frage „real oder fake?“ in den Mittelpunkt. Hier wurden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, einzuschätzen, ob Nachrichten in den sozialen Nachrichten wahr oder erfunden sind. Sie bekamen Einblick, wie „Fake-News“ entstehen und aufgebaut sind aber auch Möglichkeiten an die Hand, Informationen in sozialen Netzwerken auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu prüfen.
Bei der letzten Station stand das Thema Konsum im Mittelpunkt. Die Besucherinnen und Besucher setzten sich mit Werbung und Werbestrategien auseinander. Das eigene Konsumverhalten, Markenbewusstsein und der Umgang mit Geld wurden an dieser Station immer wieder hinterfragt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familie, das BRK Lichtenfels sowie der Sachgebiete Gesundheit und Jugend und Familie des Landratsamtes Lichtenfels moderierten die einzelnen Stationen.
Während der Pause kam auch der Spaß nicht zu kurz. So spielten die Schülerinnen und Schüler Kicker oder Billard, eroberten den Skateplatz und lernten die Räumlichkeiten des Jugendzentrums kennen.
Der Jugendschutzparcours stop & go möchte die teilnehmenden Kinder und Jugendliche informieren, zum Nachdenken bringen und anregen, sich aktiv mit den Themen ihrer Lebenswelt auseinander zu setzten. Lebhafte Gespräche, begeisterte Beteiligung bei den einzelnen Stationen und positive Rückmeldungen aller Teilnehmenden zeigte, dass diese Ziele erreicht werden konnten.
Bildunterschrift:
Die Station Jugendmedienschutz stellte die Frage „real oder fake“
Foto: (Landratsamt Lichtenfels/Emma Bochröder)
