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Johannisfeuer / Sonnenwendfeuer - Erhöhte Waldbrandgefahr


Bitte beachten Sie: Die Städte, Märkte und Gemeinden sind zuständig!

Für die Veranstaltungen rund um die Sommersonnenwende und die in diesem Zusammenhang geplanten Johannisfeuer sind die Städte, Märkte und Gemeinden zuständig. Die Veranstaltungen sind dort anzuzeigen. Ob die Feuer im Rahmen dieser Veranstaltungen dann auch tatsächlich stattfinden können, haben die Städte, Märkte und Gemeinden im Einzelfall oder für ihr gesamtes Stadt-/Gemeindegebiet zu entscheiden. In diese Entscheidung fließt die aktuell vorliegende Waldbrandgefahr mit ein. Der Landkreis Lichtenfels wird kein landkreisweites Verbot der Johannisfeuer aussprechen.

Das Landratsamt Lichtenfels appelliert an alle Besucher von Waldgebieten im Landkreis, äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Schon ein Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe können demnach Gras, Nadelstreu und am Boden liegende Zweige entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen.

Die Brandschutzdienststelle empfiehlt aufgrund der aktuellen und weiter vorhergesagten Trockenheit und der damit einhergehenden Wald- und Vegetationsbrandgefahr, die nachfolgenden Punkte zu beachten. Bei Einhaltung dieser Empfehlungen ist mit keinem erhöhten Brandrisiko, ausgehend von solchen Johannis- bzw. Sonnwendfeuer, zu rechnen.

•    Das Feuer sollte in einer der Anzahl der Zuschauer angemessenen, nicht überdimensionierten Größe abgehalten werden.
•    Ein Abbrennen ist nur außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile erlaubt.
•    Bei starkem Wind darf kein Feuer entzündet werden; brennende Feuer sind in diesem Fall unverzüglich zu löschen.
•    Um die Brandfläche sind ausreichend dimensionierte Bearbeitungsstreifen (mindestens 5 m) Breite zu ziehen, die von brennbaren Gegenständen freizumachen sind.
•    Die zur Wahrung des Wohles der Allgemeinheit erforderlichen Abstände sind einzuhalten:
− 300 m zu Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen und vergleichbaren Einrichtungen 
− 300 m zu Gebäuden, deren Wände oder Dächer aus brennbaren Baustoffen bestehen oder in denen leicht entflammbare feste Stoffe, brennbare Flüssigkeiten oder brennbare   
   Gase hergestellt, gelagert oder bearbeitet werden 
− 100 m zu sonstigen Gebäuden 
− 100 m zu Zeltplätzen, anderen Erholungseinrichtungen und Parkplätzen 
− 100 m zu Waldrändern
− 75 m zu Schienenwegen und öffentlichen Straßen 
− 25 m zu Feldgehölzen, Hecken und anderen brandgefährdeten Gegenständen
− Bereithalten eines mit Wasser gefüllten Güllefasses sowie Waldbrandpatschen 
− 10 m zu öffentlichen Feldwegen, beschränkt-öffentlichen Wegen und Eigentümerwegen sowie Privatwegen, die von der Öffentlichkeit benutzt werden
• Gefahren, Nachteile oder erhebliche Belästigungen durch die Rauchentwicklung sowie ein Übergreifen des Feuers über die Verbrennungsfläche hinaus sind zu verhindern. 
• Das Feuer ist bis zum Erlöschen von mit geeignetem Gerät ausgestatteten, leistungs- und reaktionsfähigen Personen über 16 Jahre ständig zu überwachen. Es empfiehlt sich, 
  die zuständige Ortsfeuerwehr zu informieren bzw. zum Überwachen und Ablöschen beizuziehen. 
• Es ist sicherzustellen, dass die Glut beim Verlassen der Feuerstelle vollständig erloschen ist. 

Rechtsgrundlagen: 
Verordnung über die Verhütung von Bränden (VVB) 
Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG) 
Bayerisches Waldgesetz (BayWaldG)

Wir appelliere abschließend an den gesunden Menschenverstand der Veranstalter von Johannisfeuer bzw. Sonnwendfeuer, die oben genannten Aspekte einzuhalten und wünschen allen Veranstaltern eine schöne und erfolgreiche Sommersonnenwendfeier.
 

Ansprechpartner / Kontakt

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