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BHV1 - Bovines Herpes Virus Typ 1 - Handel mit Rindern


Bei BHV-1- Infektion (bovines herpesvirus vom Typ 1) handelt es sich um eine ansteckende Viruserkrankung der Rinder. Symptome sind unter anderem Fieber, Fehlgeburten und geringere Milchleistung. Diese Erkrankung ist für den Menschen ungefährlich. Seit vielen Jahren wird diese Viruserkrankung durch tierseuchenrechtliche Maßnahmen bekämpft.

Derzeit sind innerhalb der EU neben Bayern weitere folgende Länderoffiziell BHV-1 frei :Österreich und der Provinz Bozen in Italien, Dänemark, sowie Finnland und Schweden.

Für diese im  Anhang II der Richtlinie 64/432/EWG gelistete Länder stellt eine Region dar, für die die ergänzenden Garantien gemäß Art. 10 der gelten.
Für die Landwirte bedeutet dies, dass Rinder und Kälber nun leichter in Länder verkauft werden können, die nur BHV1-freie Tiere importieren.

Allerdings gelten zusätzliche Bestimmungen für Tiere, die von außerhalb nach Bayern verbracht werden. Dies soll dem Schutz der bayerischen Rinder dienen, d. h. Tiere dürfen nur nach Oberfranken verbracht werden, die der Richtlinie 64/432/EWG entsprechen. Das ist der Fall, wenn

  • sie aus freien Beständen stammen, in denen in den letzten 12 Monaten keine klinischen oder pathologischen Anzeichen der BHV1 aufgetreten sind.
  • Vor dem Zukauf nach Bayern 30 Tage in einer von der zuständigen Behörde genehmigten Isoliereinrichtung (Quarantäne) gehalten worden
  • und dort 21 Tage nach ihrer Ankunft blutserologisch auf Antikörper gegen das gesamte BHV1-Virus (Vollvirustest) untersucht worden sind.

Die Maßnahmen sollen einen zusätzlichen Schutz darstellen, denn im Krankheitsfall sind Schutzimpfungen im betroffenen Bestand verboten und Reagenten müssten umgehend geschlachtet werden.

Das Verbringen von Mastrindern in reine Mastbestände in anerkannte BHV1-freie Regionen ist unter folgenden Bedingungen ohne Quarantäne, sog. "kanalisiertes Verfahren" möglich:

  • Der aufnehmende reine Mastbestand hat einen gültigen Genehmigungsbescheid seiner zuständigen Kreisverwaltungsbehörde.
  • Die Rinder sind nicht gegen BHV1 geimpft und waren seit Geburt nur in BHV1-freien Betrieben.
  • Beim Transport der Tiere findet kein Kontakt zu anderen Rindern mit einem niedrigeren Gesundheitsstatus statt.
  • Die Rinder wurden innerhalb von sieben Tagen vor dem Verbringen im Herkunftsbestand mit negativem Ergebnis auf BHV1-Antikörper untersucht.
  • Die Rinder können vor dem Einstallen in den Bestimmungsbetrieb noch für eine kurze Zeit in eine anerkannte Isoliereinrichtung in der anerkannt BHV1-freien Region verbracht werden.
  • Die Rinder werden im Zeitraum von 21 bis 28 Tagen nach dem Einstallen im Endmastbetrieb auf BHV1 untersucht.

 

Im Testergeibnis bei solcher Untersuchung BHV1-positive Tiere sind innerhalb von 45 Tagen nach dem Einstallen zu schlachten. Die Kontaktrinder sind frühestens 28 Tage nach Abgabe des Reagenten zu untersuchen.

Die Bayerische Tierseuchenkasse leistet auf Antrag einen Zuschuss in Höhe von 25,00 EUR zu den Kosten des Verbringens von Mastrindern in Endmastbetriebe in Bayern.

Schlachtrinder müssen beim Verbringen nach Bayern direkt zum Bestimmungsschlachthof gebracht werden.

Den Veterinärämtern werden mittels HI-Tierdatenbank alle Zukäufe, die nicht aus BHV1-freien Regionen stammen gemeldet, damit die zusätzlichen Gesundheitsanforderungen überprüft werden können. Verstöße gegen die Auflagen können als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld geahndet werden, von daher ist unbedingt beim Zukauf von Rindern aus nicht BHV1-freien Regionen auf das Einhalten der gesetzlichen Bestimmungen zu achten.
Für weitere Informationen steht die Abteilung Veterinärwesen am Landratsamt unter der Telefonnummer 09571/18-232 zur Verfügung.

Ansprechpartner / Kontakt

Kontakt
Herr Dr. Reimann
Tel.: 09571/18-331
Zimmer: N23
Frau Dr. Hammon
Tel.: 09571/18-234
Zimmer: N20